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Maiswurzelbohrer

Der westliche Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera) gilt als der wirtschaftlich gefährlichste Schädling im Mais. Ertragsausfälle von mehr als 50 Prozent sind möglich. In den 90er-Jahren kam der Schädling von Nordamerika nach Europa, wo er sich in den folgenden Jahren ausgebreitet hat. Im Jahre 2000 wurden erste Fänge im Tessin gemacht. Im Jahre 2003 wurde der Schädling erstmals auf der Alpennordseite in mehreren Kantonen gefangen.

Erkennungsmerkmale

Adulte Käfer sind vier bis sieben Millimeter lang. Ihr Körper ist länglich mit einer blassen, gelbgrünen Färbung. Die Deckflügel der Weibchen zeigen dunkle Streifen, während diese der Männchen fast durchgehend dunkel gefärbt sind. Frisch geschlüpfte Käfer sind noch sehr blass und erst nach 12 bis 24 Stunden nach dem Schlüpfen zeigen sie die endgültige Färbung. Für die ökonomischen Schäden sind vor allem die Larven verantwortlich. Sie fressen die Wurzeln des Mais ab. Die Beeinträchtigung der Wurzeln führt zu einer verminderten Wasser- und Nährstoffaufnahmefähigkeit der Pflanzen. Die Maispflanzen verlieren an Stabilität und können einfacher umkippen oder sie sind so geschwächt, das sie Absterben.

Massnahmen

Die beste vorbeugende Massnahme, um eine Etablierung des Quarantäneschädlings zu verhindern, ist die Fruchtfolge. Die Weibchen legen ihre Eier vorwiegend in Maisfelder ab, wenn im folgenden Jahr kein Mais auf derselben Parzelle angepflanzt wird, sterben die meisten Larven ab. In der Schweiz sind weder chemische noch biologische Bekämpfungsmittel zugelassen, da die Fruchtfolge bis jetzt genügt, um eine Ausbreitung und Etablierung zu verhindern. Die kantonalen Pflanzenschutzdienste stellen jährlich in der ganzen Schweiz über 200 Fallen auf, um den Einflug zu überwachen. Bis zur Maisernte werden die Fallen regelmässig kontrolliert, damit eine frühzeitige Erkennung des Schädlings möglich wird.

Weitere Informationen

Agroscope Website - Maiswuzelbohrer

Weitere Informationen.

Adresse

Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft,
Natur und Ernährung
Ebenrainweg 27
4450 Sissach

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Tel. 061 552 21 21
Fax 061 552 21 55

 
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