Navigieren auf Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung

Benutzerspezifische Werkzeuge

Inhalts Navigation

Sie sind hier: Startseite / Landwirtschaft / Mit Humusaufbau Landwirtschaftsböden stärken und das Klima schützen

Mit Humusaufbau Landwirtschaftsböden stärken und das Klima schützen

Bild Legende:

Welche Herausforderung bringt der Klimawandel?

 Der Klimawandel bringt mehr Wetterextreme wie Hitze, Trockenheit, Stürme, Starkniederschläge und – nach zu frühem Vegetationsstart – das Risiko von Spätfrostschäden. Mit dem wärmeren Klima wandern auch neue Schädlinge bei uns ein. Die Nahrungsmittelproduktion wird risikoreicher, anspruchsvoller und teurer.

 Unsere Region ist besonders verletzlich für die Folgen des Klimawandels: Es ist wärmer und trockener als in anderen Regionen der Schweiz und es gibt kaum natürliche Gewässer für die Bewässerung von landwirtschaftlichen Kulturen. Es ist daher umso wichtiger, dass sich die Landwirtschaft mit dem Klimawandel befasst und nach Wegen sucht, bestmöglich damit umzugehen. Es geht schlussendlich auch darum, künftige Ernten zu sichern für die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln aus der Region.

 

Was ist das Ziel des Projekts «Klimaschutz durch Humusaufbau»?

Seit Januar 2019 entwickelt das Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung (Ebenrain) das Projekt «Klimaschutz durch Humusaufbau», in Zusammenarbeit mit Bio-Nordwestschweiz und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick. Gemeinsam verfolgen die Partner zwei grosse Ziele:

  1. Landwirtschaftliche Böden in unserer verletzlichen Region anpassungsfähiger für Trockenheit und so widerstandsfähiger gegen Klimaextreme machen. Der Humusaufbau erhöht generell die Bodenfruchtbarkeit. Ein optimaler Humusgehalt in den tonreichen Böden unserer Region wäre 6-9 %. In der Regel liegt der Gehalt aber nur bei 2-4 %.
  2. Die Landwirtschaft fixiert CO2 aus der Atmosphäre und leistet so einen Beitrag zur Lösung der Klimaproblematik.

 Das Projekt ermöglicht so einen Nutzen sowohl für die Landwirtinnen und Landwirte als auch für die gesamte Gesellschaft.

 

Kompensationsprojekt der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB)

Die BLKB bietet den Landwirtschaftsbetrieben beider Basel ab 2021 die Möglichkeit, ihre Leistungen für obige Zielsetzung über ein regionales Kompensationsprojekt unterstützen zu lassen. Die BLKB möchte so jährlich ihre 1000 Tonnen Klimagas-Emissionen in der regionalen Landwirtschaft kompensieren.

 Die Entschädigung erfolgt wirkungsbasiert aufgrund der erreichten Steigerung des Humusgehalts innerhalb von sechs Jahren. Gemessen wird die Steigerung anhand von wissenschaftlich basierten Bodenanalysen. Die Zahlungen erfolgen direkt von der BLKB.

 Die Landwirtschaftsbetriebe werden vom Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung in der Entwicklung ihrer Humusaufbau-Strategie begleitet und unterstützt. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom FiBL, welches u.a. langjährige Forschungsprojekte zum Thema Landwirtschaft im Klimawandel führt.

Bild Legende:

Welche Betriebe können mitmachen?

Für dieses Projekt suchen die BLKB und der Ebenrain 1000 ha Acker- und Spezialkulturfläche. Wer kann teilnehmen?

  1. Teilnehmen können alle direktzahlungsberechtigten Betriebe im BL und BS.
  2. Die Teilnahme erfolgt mit der gesamten Fruchtfolgefläche, also offene Ackerfläche und Kunstwiese (ab 3 ha) und/oder einzelnen Dauerkulturen wie Obst-, Wein-, Gemüsebau (ab 1 ha).
  3. Humusaufbau ist ein langsamer Prozess. Teilnehmende Betriebe müssen daher bereit sein, humusfördernde Massnahmen für mindestens sechs Jahre umzusetzen.
  4. Jeder Betrieb entscheidet über sein Massnahmenpaket, er wird dabei vom Ebenrain beraten.
  5. Die Massnahmen sollen in betrieblicher und regionaler Kreislaufwirtschaft erfolgen gemäss ortsüblicher Bewirtschaftung (15-km Radius), «Komposttourismus» ist nicht erwünscht, da das Bild so verfälscht würde.

 Betriebe mit Interesse und Motivation, den Humusgehalt ihrer Böden zu steigern, sind herzlich willkommen, in diesem Pionierprojekt mitzumachen!

 Genauere Informationen zu den Teilnahmebedingungen, möglichen Massnahmen und Entschädigungen finden Sie hier. 

 

Termine, Information und Anmeldung

 Das Projekt startet ab Herbst 2020 mit ersten Bodenprobenentnahmen der Betriebe, die sich bis dann anmelden.

 Ein späterer Einstieg ist möglich unter Vorbehalt, dass die 1000 ha noch nicht erreicht sind oder dass weitere Klimakompensationszertifikate verkauft werden können und somit mehr als 1000 ha im Projekt berücksichtigt werden können.

Detailinformation zum Projekt erhalten Sie hier.

Bild Legende:

Weitere Informationen.

Adresse

Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft,
Natur und Ernährung
Ebenrainweg 27
4450 Sissach

Lageplan
 
Tel. 061 552 21 21

 
Telefonzentrale
07.45 - 11.45 und 13.30 - 16.30 Uhr

Kontaktstellen 

Bitte kontaktieren Sie unsere Fachpersonen zur Zeit per Mail (mit Angabe der Telefonnummer). Wir rufen Sie dann so rasch wie möglich an.

Fusszeile