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Neobiota

Als Neobiota werden Arten bezeichnet, welche sich nach Entdeckung Amerikas durch Kolumbus (also 1492) in unserem Lebensraum angesiedelt haben. Dabei ist nicht das Ursprungsland entscheidend, sondern die Tatsache, dass es sich um eine gebietsfremde Art handelt. Das Jahr 1492 wurde gewählt, da in dieser Zeit der globale Handel seinen Ursprung findet. Mit zunehmendem Handel zwischen den Kontinenten ist auch eine zunehmende Anzahl sich etablierender Neobioten feststellbar. Die Ansiedlung kann dabei bewusst (z.B. bei Tomate und Kartoffel) erfolgt sein, oder unbewusst (Verschleppung, z.B. mit Verpackungsmaterial). Ein dritter Weg ist das Einwandern neuer Arten auf natürlichem Weg. Unterschieden wird bei Neobiota zwischen Neophyten (Pflanzen), Neozoen (Tiere) und Neomyceten (Pilze). Wichtig ist auch, ob es sich bei den Arten um solche mit hohem Nutzen, oder solche mit invasivem Potential handelt. Als invasiv wird eine Art bezeichnet, wenn sie sich unkontrolliert ausbreiten kann und dabei die heimischen Arten aus ihrem Lebensraum verdrängt oder deren Lebensraum gefährdet.

Beispiele von Neophyten: Götterbaum, Robinie, Essigbaum, Japanischer Staudenknöterich, drüsiges Springkraut, grosser Bärenklau, Schmetterlingsflieder, Kanadische Goldrute, aufrechtes Traubenkrauts (Ambrosia artemisiifolia)

Beispiele von Neozoen: Asiatischer Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis), Citrusbockkäfer (Anoplophora chinensis), Kiefernholznematode (Bursaphelenchus xylophilus), Kastaniengallwespe (Dryocosmus kuriphilus), Asiatischer Eschenprachtkäfer (Agrilus planipennis), Sikahirsch (Cervus nippon) etc.

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