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Waldbiodiversität

Vielfalt ist wichtig

Biodiversität ist das auf der Erde existierende Leben in seiner gesamten Vielfalt. Die vielen verschiedenen Arten und Lebensräume bilden einen unersetzlichen Reichtum und eine wichtige Versicherung. Denn die genetische Variabilität und unzählige verschiedene Lebensgemeinschaften und Wechselbeziehungen ermöglichen Anpassungen an ein breites Spektrum von Umweltbedingungen. Artenreichtum ist auch ein natürliches Erbe, das wir kommenden Generationen übergeben. Das Amt für Wald setzt sich mit folgenden Projekten und zahlreichen Tätigkeiten für die Erhaltung und Förderung der Biodiversität im Wald ein. Gesetzliche Grundlagen zum Schutz des Waldes als naturnahe Lebensgemeinschaft und zur Erfüllung seiner Schutz-, Wohlfahrts. und Nutzfunktion bilden Art. 1 WaG, Abs. 1 Bst b und c.

Naturnahe Waldbewirtschaftung und -pflege
Sie ist die Voraussetzung für die Erhaltung der Arten- und Lebensraumvielfalt im Wald. Waldverjüngung geschieht überwiegend mit Naturverjüngung, seltene Baumarten und die Eiche werden gefördert, Totholz und Spechtbäumen bleiben stehen.

Jungwaldpflegeprogramm
Bei der Pflege der Jungwaldflächen regulieren die Forstbetriebe die Baumartenzusammensetzung und erhöhen die Artenvielfalt, sie verbessern die Stabilität und gestalten den künftigen Wald so, dass er an die Klimaveränderung angepasst ist.

Programm Waldnaturschutz
Das Programm Naturschutz im Wald umfasst die Ausscheidung von Naturschutzgebieten im Wald und die konkrete Aufwertung von wertvollen Wald-Lebensräumen (Lichter Wald,
Eichenförderung, Waldränder, Felsstandorte etc).

Waldreservate und Altholzinseln
Mit der Ausscheidung von Totalreservaten wird angestrebt, 5 Prozent der Waldfläche beider Basel sich selbst zu überlassen. In diesen Flächen können natürliche Prozesse stattfinden, ohne dass der Mensch eingreift. Altholzinseln sind Baumgruppen, welche zum Zerfall stehen gelassen werden.

Waldrandpflegeprogramm
In den beiden Kantonen BL und BS sind rund 2‘300 Kilometer Waldrand vorhanden. Das Waldrandpflegeprogramm umfasst die Aufwertung und die (Nach)Pflege von wertvollen Waldrändern. Es wird gemeinsam vom AfW und der Abteilung Natur und Landschaft des LZE getragen und entwickelt.

Eichenförderung
Die Eiche gilt als eine der vielfältigsten Baumarten, auf ihr können gegen 800 verschiedene Insektenarten leben. Sie wird wo immer möglich gefördert, da sich auch für die sich verändernden klimatischen Bedingungen geeignet scheint. Da die Eichenförderung aufwändig ist, wird diese im Rahmen der Jungwaldpflege speziell unterstützt.

Weidwaldprojekte
Die Beweidung von Waldareal ist gemäss Bundesgesetz über den Wald verboten. In Einzelfällen, wo durch Beweidung Naturschutzwerte erhalten und/oder gefördert werden können, kann das AfW unter Beachtung der Waldentwicklungsplanung spezielle Bewilligungen erteilen.

Ameisenförderung
Ameisen haben eine wichtige Funktion im Ökosystem Wald. Deshalb haben AfW und Naturschutzfachstelle des LZE die Ameisenvorkommen im Kanton kartiert. Von den vier verschiedenen Waldameisenarten existieren in den beiden Kantonen gegen 2000 Nester!

Totholz-Charta BL/BS

Totholz im Wald ist wichtig für Artenvielfalt. Die Charta wurde gemeinsam mit Waldeigentümern, Forstdienst, Forstbetrieben, Försterverband, Naturschutzorganisationen und der SUVA
ausgearbeitet. Sie hat zum Ziel den Anteil des toten Holzes im Wald zu erhöhen.

Naturschutz im Wald - Eine Konkretisierung des Leitbildes Wald

Die wichtigsten Ziele für den Waldnaturschutz des Amts für Wald und der kantonalen Naturschutzfachstelle.

Biotopbaumkonzept

 

 

 

Weitere Informationen.

Projekte und Publikationen

Naturschutz im Wald - Eine Konkretisierung des Leitbildes Wald (2003)

Totholzcharta BL / BS (2006)

 

Thema Biodiversität beim Bundesamt für Umwelt

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