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Schadensminderung

Schadensminderung – oft wird in diesem Zusammenhang auch von Überlebenshilfe und Schadensminderung gesprochen – umfasst alle Massnahmen, die einerseits drauf abzielen, die Risiken des Drogenkonsums für die einzelnen Konsumentinnen und Konsumenten zu verringern und anderererseits auf gesellschaftlicher Ebene die Verringerung der gesellschaftlichen Kosten, die Erhöhung der öffentlichen Sicherheit und Entlastung des öffentlichen Raumes anstreben. Die Substitution, welche der Therapie zuzuordnen ist, leistet gleichwohl auch in diesem Bereich ihren Beitrag.

Individuelle Schadensminderung
Die individuelle Schadenminderung will erreichen, dass Menschen eine Phase des Drogenkonsums in ihrem Leben mit einem möglichst geringen körperlichen, psychischen und sozialen Schaden überstehen können. Konkrete Ziele sind risikoarmer Konsum hinsichtlich der Ansteckungsgefahr mit Infektionskrankheiten, die Stabilisierung des Gesundheitszustandes von Drogenkonsumierenden und die Verbesserung der sozialen Integration. Schadenmindernde Massnahmen haben auch das Ziel, Drogenabhängige therapeutischen Angeboten zuzuführen.

Gesellschaftliche Schadensminderung
Auf gesellschaftlicher Ebene bezweckt die Schadensminderung eine Verringerung der sozialen Kosten (Allgemeine Gesundheitskosten, Verhinderung der Ansteckung übertragbarer Krankheiten wie HIV oder Hepatitis in der Gesamtbevölkerung), die Erhöhung der öffentlichen Sicherheit (Reduktion der Beschaffungskriminalität) und die Entlastung des öffentlichen Raumes (keine offene Drogenszene, keine gebrauchten Fixerutensilien).
Die Angebote der Schadenminderung richten sich an Drogenkonsumierende, die nicht fähig oder willens sind, auf den Konsum von Drogen zu verzichten. Die Schadenminderung wendet sich heute nicht nur an Abhängige, sondern an sämtliche Drogenkonsumierenden, die Risiken eingehen, und umfasst sämtliche Substanzen.

Zahlreiche Angebote verschiedener Trägerschaften
Im Bereich der Überlebenshilfe und Schadensminderung bestehen zahlreiche Angebote verschiedener Trägerschaften (Kanton, Gemeinde, Private) wie unter anderem im Bereich der Gesundheitsförderung, der Prävention, im Angebot von Notschlafstellen, Wohnheimen, Eingliederungs- und Beschäftigungsprogrammen etc.
Besonders hervorzuheben sind die Kontakt- und Anlaufstellen (K&A) welche durch die Suchthilfe Region Basel (SRB) in Basel-Stadt unter Mitfinanzierung der beiden Halbkantone geführt werden.

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