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Prävention

Das Wort kommt vom lateinischen Verb „praevenire“, was zuvorkommen, verhüten bedeutet.

Die Präventionsmassnahmen des kantonsärztlichen Dienstes umfassen die Krebsvorsorge (Screeningprogramme), Massnahmen bei Hitzewellen, die Vorbeugung von Krankheiten und die Ausbreitung von Krankheitserregern / Krankheitsübertragungen.

Impfungen zur Prävention

Eine Präventionsmassnahme „par excellence“ ist die Impfung zur Verhütung von übertragbaren Krankheiten. Durch Impfungen wird das Immunsystem auf eine Infektion mit einem spezifischen Erreger vorbereitet, so dass es im Ernstfall direkt reagieren und die jeweiligen Krankheitserreger umgehend bekämpfen kann. Die Impfung dient einerseits zum persönlichen Eigenschutz und bei genügender Durchimpfung in der Population auch zum Umgebungsschutz, d.h. eine sogenannte Herdenimmunität kann gebildet werden (Schutz von medizinischen Schwächeren, bspw. Chronisch Kranke, Säuglinge / Kleinkinder, Immunsupprimierte, Schwangere). Die komplette Krankheitsverhinderung oder ein abgeschwächter, komplikationsarmer Krankheitsverlauf sind das Resultat.

Der kantonsärztliche Dienst überwacht die Durchimpfungsrate, die die prozentuale Anzahl geimpfter Personen an der Gesamtbevölkerung angibt. Er ergreift Massnahmen im Falle von sinkenden oder ungenügenden Durchimpfungsraten.

Am Beispiel Masern zeigt sich, wie wichtig eine optimale Durchimpfungsrate ist. Denn das Virus ist hoch ansteckend und kann Säuglinge, Schwangere und bereits geimpfte Personen mit reduzierter Immunabwehr betreffen. Mit einer optimalen Durchimpfungsrate kann das Auftreten des Virus in der Bevölkerung unterbunden werden (sog. Herdimmunität). Ziel der Durchimpfungsrate von Masern liegt bei 95%, so dass die Bevölkerung  durch diese hochansteckende virale Krankheit geschützt wäre.

HPV-Prävention

Das HPV-Programm (Humanes Papilloma Virus) dient der Verhütung der über den ungeschützten Geschlechtsverkehr / Sexualverkehr übertragenen humanen Papillomaviren. Die HPV-Infektion ist eine der häufigsten durch Geschlechtsverkehr übertragenen Infektionen. Kondome können das Ansteckungsrisiko halbieren. Nach einer Infektion, die oft unbemerkt bleibt, können Papillomaviren jahrelang inaktiv bleiben. Wochen bis Monate bzw. bis zu einem Jahr nach einem Sexualkontakt können sich Warzen, besonders Feigwarzen (Condylomata acuminata) bilden. Es können Veränderungen der Schleimhäute, welche bei Frauen zum Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs), und bei Männern zum Peniskarzinom oder Veränderungen im Anusbereich führen können, auftreten. Der kantonsärztliche Dienst koordiniert das Programm mit den ÄrztInnen und den Krankenkassen, sodass für die junge Bevölkerung keine Kosten anfallen.

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