Zecken

Zecken sind kleine Spinnentiere, welche sich von Blut ernähren und regelmässig Menschen, aber auch andere Säugetiere, Vögel und Reptilien stechen.

Orte, an denen sich Zecken gerne aufhalten, wie Wald- und Wegränder, Gestrüpp, Unterholz, hohes Gras und Farne, sollte man meiden. Dazu ist es am einfachsten, wenn möglich auf breiten Wegen zu gehen. Auf Höhenlagen bis 2000 m.ü.M. sollte man achtsam sein und ein Zeckenschutzmittel (Repellent) für die Haut und Kleider benutzen. Weiter ist es hilfreich, geschlossene und bedeckende Kleidung zu tragen, und auch die Socken über die Hosenbeinöffnungen zu ziehen, sodass keine blossen Hautstellen am Unterkörper entstehen. Auf heller Kleidung sind Zecken besser erkennbar und können schon vor einem Stich entfernt werden. Auf glatten Textilien können sich Zecken zudem schlechter festhalten. Nach dem Aufenthalt an Orten mit möglichem Zeckenkontakt sollte man immer ohne Verzögerung den Körper und die Kleidung nach Zecken absuchen und diese entfernen. Besondern achtsam sollte man dabei den Unterkörper untersuchen, da rund Dreiviertel aller Zeckenstiche bei Erwachsenen insbesondere in den Kniekehlen und der Leistengegend stattfinden. Weitere bei Zecken beliebte Orte sind die Achselhöhlen und bei Kindern die Kopfhaut und der Hals.

Im Gegensatz zu Wäldern kann man aber gegen die Zeckenplage im eigenen Garten etwas unternehmen. Da Zecken für ihr Überleben Feuchtigkeit benötigen, sollte man darauf achten, dass der Garten möglichst trocken gehalten wird. Um dies zu erreichen, sollte man den Rasen regelmässig kurz schneiden und dicht bewachsene Flächen möglichst klein halten. Zudem ist es wichtig, auch im Herbst den Rasen nochmals kurz zu schneiden, sodass der Morgentau schnell trocknet, alles Laub schnell zu entfernen und Äste und Gestrüpp zurückzuschneiden, sodass im Herbst möglichst wenige feuchte und schattige Nischen entstehen. Des Weiteren hilft eine gute Umzäunung des Gartens, da die meisten Zecken von Tieren in den Garten eingeschleppt werden. Kommen keine Igel, Füchse und Katzen mehr in den Garten, können sie auch keine unliebsamen Zecken mitbringen.

Da Zecken verschiedene Krankheitserreger in sich tragen, die durch den Stich übertragen werden können, sollte man sie nach einem Stich so schnell wie möglich entfernen. Die Zecke sollte direkt über der Haut mit der Pinzette gefasst, durch kontinuierliches Ziehen entfernt und die Einstichstelle desinfiziert werden. Es darf kein Öl, Klebstoff, Alkohol oder Nagellack zur Entfernung der Zecke verwendet werden. Diese Stoffe können bei der Zecke zum Erbrechen des mit Viren oder Bakterien gefüllten Mageninhalts und damit zu einer Erhöhung der Übertragungsrate von Krankheiten führen.  

Die beiden häufigsten durch Zecken übertragbaren Krankheiten sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Borreliose. Die Borreliose wird durch ein Bakterium ausgelöst, kommt fast in der ganzen Schweiz vor und kann erfolgreich mit Antibiotika therapiert werden. Gegen die durch ein Virus ausgelöste FSME wirkt kein Antibiotikum, jedoch kann man sich durch eine gut verträgliche Impfung davor schützen. Eine weitere durch Zecken übertragbare Krankheit ist die Tularämie. Die Tularämie ist eine seltene Krankheit, deren Fallzahlen über die letzten Jahre stark angestiegen sind. Sie ist mit Antibiotika jedoch gut behandelbar.

Weitere hilfreiche Informationen finden Sie beim BAG oder über eine kostenlose Zecken-App.