Tollwut

Die Tollwut war eine der am meisten gefürchteten Krankheiten bis ins 20. Jahrhundert. Im ausgehenden 18. Jahrhundert wurde die Krankheit aufgrund des qualvollen Todes vom österreichischen Arzt Anton von Störck als «das Schrecklichste unter allen Übeln» beschrieben.

Die Krankheit wird durch neurotrope (auf das Nervensystem wirkend) Viren ausgelöst, welche zur Familie der Rhabdoviren gehören. Die Krankheit kommt weltweit vor. Jährlich sterben laut WHO rund 59’000 Menschen, wobei anzumerken ist, dass vor allem in Asien und Afrika die Dunkelziffer erheblich grösser sein wird. Durch systematische Bekämpfungsmassnahmen, wie Immunisierung der Füchse, konnte die Tollwut bei Wild- und Haustieren in unseren Breiten deutlich verringert werden. In vielen Ländern dieser Welt ist Tollwut jedoch endemisch.

Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch den Speichel von Säugetieren. Das heisst eine Biss- oder Kratzverletzung, ebenso das Schlecken eines Tieres über offene Hautstellen, oder das Schlecken des Tieres über Schleimhäute (Augen und Mund) sind mögliche Infektionswege. Nur Säugetiere übertragen die Tollwut.

Hauptverantwortlich für humane Infektionen (Infektionen beim Menschen) sind Hunde, aber auch jedes andere Säugetier, wie Katzen, Weide- oder auch Nagetiere können Tollwut übertragen.

Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 3 - 8 Wochen. In Ausnahmefällen kann diese jedoch deutlich länger oder deutlich kürzer sein.