HPV

Humane Papillomaviren - HPV sind in der sexuell aktiven Bevölkerung weit verbreitet. Über die Jahre kann eine unerkannte HPV-Infektion zu anogenitalen Warzen oder Gebärmutterhals-, Anus-, Vagina-, Vulva- und Peniskrebs führen. Der PAP-Abstrich hilft, Krebsvorstufen bereits in frühen Stadien zu erkennen und eine adäquate Therapie einzuleiten. Eine Impfung gegen HPV kann vor einer Infektion und deren Konsequenzen schützen. 

Nicht alle HP-Viren sind gefährlich

Mittlerweile sind über 100 unterschiedliche Subtypen der humanen Papillomaviren bekannt. Jedem Subtyp kommt dabei eine Nummer zu. Während viele Subgruppen der HPV keinen wesentlichen Krankheitswert für den Menschen haben, gibt es einige, die zu Krebs oder einer Vorstufe davon führen können. Man unterscheidet dabei „low risk“ (HPV 6, 11 und mehr) von „high risk“-HP-Viren (HPV 16, 18 und mehr). 73% der Gebärmutterhalskrebse weltweit werden durch die high-risk-HP-Viren 16 und 18 ausgelöst.

Viele sind von HPV betroffen

Eine HPV-Infektion ist die häufigste sexuell übertragbare Krankheit weltweit. Es gibt Schätzungen, dass sich 70 bis 80% der sexuell aktiven Bevölkerung im Laufe ihres Lebens mit HPV infizieren. Das grösste Ansteckungsrisiko ist zwischen 16 und 25 Jahren. HPV kann zu anogenitalen Warzen führen und fast 100% aller Gebärmutterhalskrebse sind mit HPV assoziiert. Durchschnittlich erkranken pro Jahr 250 Frauen in der Schweiz an Gebärmutterhalskrebs, 80 von ihnen sterben pro Jahr. 1 von 200 Frauen entwickelt im Laufe ihres Lebens einen Gebärmutterhalskrebs.

Schutz durch die Impfung

Eine Impfung schützt vor einer Infektion mit den häufigsten HPV-Subtypen. Am sinnvollsten ist die Impfung vor einer Infektion mit HPV also vor Beginn der sexuellen Aktivität. Daher wird seit 2007 die Impfung für Mädchen als Basisimpfung und seit 2015 für Knaben als ergänzende Impfung vom BAG (Bundesamt für Gesundheit) und der EKIF (Eidgenössische Kommission für Impffragen) empfohlen. Wenn die Impfung im Rahmen kantonaler Programme durchgeführt wird, werden die Kosten von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen. Im Jahr 2017 berichtete die Weltgesundheitsorganisation WHO nach über 270 Mio. verabreichten Impfdosen weltweit, dass die HPV-Impfung als sehr sicher einzustufen sei. Es konnte kein kausaler Zusammenhang zwischen der Impfung und möglichen Folgeerkrankungen gefunden werden.

Weitere Informationen zur HPV-Impfung finden Sie hier und auf der Website der Krebsliga.

 

Die aktuellen Impfempfehlungen  sowie weitere Informationen bezüglich HPV finden Sie auf der Website des BAG.