Hepatitis C

Die Hepatitis C ist eine Leberentzündung, die durch das Hepatitis-C-Virus (HCV) hervorgerufen wird. Weltweit sind rund 150 Millionen Personen betroffen, in der Schweiz beläuft sich diese Zahl auf 40‘000.

Situation weltweit und in der Schweiz

Weltweit sind ca. 3% aller Menschen mit HCV infiziert. Dies entspricht einer Zahl von 150 Millionen Personen. Jährlich kommt es ungefähr zu 3 bis 4 Millionen Neuansteckungen. Die Zahl von HCV-infizierten Menschen wird in der Schweiz auf ca. 40‘000 geschätzt, dies entspricht 0.7% der Bevölkerung. 70% der Betroffenen sind männlich und rund zwei Drittel der Erkrankten sind zwischen 20 und 39 Jahren alt. Da die Hepatitis C in vielen Fällen asymptomatisch verläuft, geht man davon aus, dass nur knapp die Hälfte der Betroffenen von ihrer Erkrankung weiss. Mittlerweile ist es sogar so, dass in der Schweiz fünf Mal mehr Menschen an den Folgen einer Hepatitis C sterben als an HIV.  Zudem ist eine chronische Hepatitis C der häufigste Grund für eine Lebertransplantation. Jährlich werden dem BAG (Bundesamt für Gesundheit) durchschnittlich 55 Fälle einer akuten Hepatitis C gemeldet, für chronische Fälle beläuft sich diese Zahl auf ca. 1‘500 Meldungen. Seit 2006 sind diese Zahlen relativ konstant.

Mögliche Ansteckungswege mit HCV

Die Übertragung von HCV geschieht über Blutkontakte. Am häufigsten geschieht eine Ansteckung beim intravenösen Drogenkonsum mit kontaminierten Nadeln und Spritzen und beim Stechen von Tattoos oder Piercings mit kontaminierten Nadeln. In Ländern mit niedrigen hygienischen Standards ist eine Infektion auch bei operativen Eingriffen möglich. Die Ansteckung beim Geschlechtsverkehr ist ebenfalls möglich, geschieht aber nur selten. Zur Hauptrisikogruppe gehören Personen, die intravenös Drogen konsumieren. Ein Risikotest kann unter www.hepatitis-schweiz.ch durchgeführt werden.

Hepatitis C bleibt häufig unerkannt

Rund 80% der Betroffenen weisen keine Symptome auf und bemerken daher auch nichts von ihrer Erkrankung. Durch den langanhaltenden Befall der Leber gehen immer mehr Leberzellen zugrunde und in 25% der Fälle kommt es zu einer Vernarbung des Lebergewebes (Leberzirrhose). Bei einer Leberzirrhose kann die Leber zum einen ihre natürliche Funktion nicht mehr aufrechterhalten und zum anderen entstehen durch den narbigen Gewebeumbau deutlich mehr Leberkarzinome.

Hepatitis C kann geheilt werden

Die Therapie der Hepatitis C wurde vor wenigen Jahren komplett revolutioniert. 2014 wurde in der Schweiz ein neues Medikament zur Therapie einer Hepatitis C zugelassen. Dieses Medikament zeigte sich mit seinem gezielten antiviralen Wirkstoff als hochwirksam. Die Therapie dauert zwischen 8 und 12 Wochen. Die Heilungsrate unter dieser Medikation beträgt über 90%. Nach einer Heilung von Hepatitis C besteht keine schützende Immunität, d.h. man kann sich immer wieder aufs Neue mit HCV infizieren.

Prävention

Gegen das Hepatitis-C-Virus ist bis heute keine Impfung vorhanden. Daher gilt es, sich durch korrektes Verhalten vor dem Virus zu schützen. Dies beinhaltet den Verzicht auf den Austausch von Drogenkonsum- und Zubereitungsmaterialien wie Nadeln, Folien oder Röhrchen. Lassen Sie Tätowierungen und Piercings nur in Studios vornehmen, welche die Hygienestandards des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen einhalten. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

 

Weitere Informationen bezüglich Hepatitis C finden Sie beim Bundesamt für Gesundheit (BAG).