Schweinepest

Für den Menschen besteht keine Gefahr

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) stellt für den Mensch kein Erkrankungsrisiko dar. Dennoch kann der Mensch ohne zu erkranken als Überträger dienen und so die Ausbreitung des Virus in der Schweinepopulation begünstigen. Das Virus kann über Kleider, Schuhe oder Transportmittel, Jagdutensilien und Trophäen übertragen werden. Daher ist es wichtig auf dem Hof oder bei der Arbeit als Jäger auf die notwendigen Hygienerichtlinien zu achten.

Auch Küchen und Speiseabfälle, sowie Fleischprodukte (auch Wildschweinprodukte) können infektiös sein. Infizierte Nahrungsmittel sind für den Menschen zwar ungefährlich, aber Schweine können sich dadurch mit dem Virus anstecken. Daher ist es wichtig, dass Essensreste ordnungsgemäss entsorgt und nicht z.B. an Autobahnraststätten oder im Wald liegen gelassen werden. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) empfiehlt zudem dringend auf das Mitbringen von Schweinefleischprodukten aus ASP betroffenen Ländern zu verzichten.

Das Virus verbreitete sich von Ost nach West

Endemisch ist das Virus in Afrika und Sardinien. In den letzten 30 Jahren kam es jedoch immer wieder zu sporadischen Ausbrüchen in Portugal, Spanien und den Niederlanden. In Osteuropa treten seit 2014 regelmässig Fälle von ASP bei Haus und Wildschweinen auf. Die Krankheit breitete sich offensichtlich von Russland her weiter Richtung Westen aus.

Eine gefährliche Erkrankung für Schweine, welche tödlich verlaufen kann

Die ASP ist eine fieberhafte Viruserkrankung, welche nur Schweinearten befällt. Alle Schweinearten (Wildschweine wie auch Hausschweine) können befallen sein. Das verursachende Virus gehört zur Familie Asfariviridae und besitzt eine sehr hohe Tenazität, d.h. es kann monatelang in infizierten Tierkörpern und Fleischprodukten infektiös bleiben. Schweine können durch die orale Aufnahme von kontaminierten Produkten oder durch direkten Kontakt zu anderen infizierten Schweinen oder zu mit Virus verunreinigten Gegenständen erkranken. Auch Zecken können das Virus innerhalb der Schweinepopulation übertragen.

Die Erkrankung wird als hochansteckende Tier-Seuche betrachtet. Sie kann nicht behandelt werden (keine spezifische Therapiemöglichkeiten) und es gibt auch keine Impfung.

Es gibt drei klinische Krankheitsverläufe:
  • Perakuter Verlauf:        plötzliche Todesfälle ohne vorherige Anzeichen
  • Akuter Verlauf:              Fieber, schnelle Atmung, Durchfall, Lethargie, Blutungen, Tod nach 6-13 Tagen
  • Chronischer Verlauf:    Fieber, vermehrt Fehl oder Todgeburten

Sollten die erwähnten Symptome bei Schweinen in Ihrem Betrieb auffallen denken Sie an die ASP und informieren Sie den Tierarzt über die Vorkommnisse und den Verdachtsfall. Zusätzlich müssen Hygienevorschriften welche Sie über das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) in Erfahrung bringen können, eingehalten werden.