Krankheitsbild

Eine Rötelninfektion kann symptomlos oder symptomarm verlaufen. Es kann zu Fieber, Lymphknotenschwellung, Bindehautentzündung oder Auftreten eines kleinflächigen Hautausschlages, welcher im Gesicht beginnt und sich über den ganzen Körper ausbreitet, kommen. Häufiger als bei Kindern, kann es bei Erwachsenen zu Gelenksschmerzen kommen. Kinder zeigen oftmals nur einen Hautausschlag.

Komplikationen können dennoch auftreten (wenn auch häufiger mit zunehmendem Lebensalter). Zu diesen zählen Ohr-, Gehirn-, Herzmuskelentzündung oder auch starker Abfall der Blutplättchen.  

Vor allem zu befürchten ist jedoch die konnatale Rötelnembryofetopahtie Syndrom. Kommt es während der Schwangerschaft zur einer Infektion des Fötus über den Mutterkuchen (Plazenta) der Mutter, so können sehr schwere Schäden beim Ungeborenen entstehen. Dabei ist auch entscheidend in welcher zeitlichen Phase der Schwangerschaft sich die Frau befindet. Kommt es in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft zu einer Infektion der Mutter, so ist das Risiko einer Komplikation sehr hoch. Mit fortschreitender Schwangerschaftswoche sinkt das Risiko für Schäden. Ab der 20. Woche sind Schäden selten.

Im Stadium der Organogese (Entstehen der kindlichen Organe) können Schäden vor allem das Herz (offener Ductus arteriosus) und Augen (Linsentrübung) betreffen, oder zu einer Innenohrtaubheit führen. Zudem kann es zu einem niedrigen Geburtsgewicht, Leber- und Milzvergrösserung, Hirnentzündung oder Mikrozephalie (verringerter Kopfumfang) kommen. Die Gesamtsterblichkeit des CRS (konnatale Rötelnembryofetopathie) beträgt 15 – 20 %.