Röteln

Röteln sind eine Viruserkrankung, welche durch das Rötelnvirus ausgelöst wird, wobei der Mensch der einzig bekannte Wirt ist.

In Populationen, in denen nicht geimpft wird, erfolgen die allermeisten Infektionen im Kindesalter. Die Einführung der Impfung hat in allen Ländern zu einer deutlichen Reduktion der Rötelnmorbidität geführt. Im Jahr 2000 wurden der WHO noch rund 670 000 Fälle weltweit gemeldet. Im Jahr 2016 hingegen nur mehr 10’000. Länder der Westpazifischen bzw. der Südostasiatischen WHO-Region, sowie afrikanische Länder, sind dabei hauptsächlich betroffen. In der Amerikanischen WHO-Region gelten seit 2015 die Röteln wie auch das konnatale Rötelnsyndrom (auch konnatale Rötelnembryofetopathie; CRS) offiziell als eliminiert.

Auch in der Europäischen WHO-Region wurde das Ziel gesetzt, die postnatalen Röteln zu eliminieren und das Auftreten des CRS zu verhindern (höchstens ein Fall pro 100.000 Lebendgeburten). Eine Unterbrechung der endemischen Transmission konnte für das Jahr 2016 für bereits 37 (von 53) Mitgliedsstaaten der Europäischen WHO-Region von der Regionalen Verifizierungskommission bescheinigt werden. Im Jahr 2015 wurden in der Europäischen WHO-Region nach Daten der WHO 7 Kinder mit CRS geboren (Robert-Koch Institut).