Q-Fieber

Erreger und Übertragung

Q-Fieber ist eine akute, weltweit verbreitete bakterielle Krankheit, die durch das Bakterium Coxiella burnetti verursacht wird. Das natürliche Reservoir der Bakterien sind häufig Tiere, die auf dem Bauernhof leben, wie z.B. Rinder, Schafe, Ziegen, Hunde und Katzen, aber auch einige Wildtiere und Zecken.

Infizierte Tiere zeigen oft keine Symptome, können aber über den Kot, den Urin oder die Milch den Erreger ausscheiden. Insbesondere die Geburtsprodukte, wie z. B. die Plazenta (Mutterkuchen), sind hochinfektiös. Zur Ansteckung beim Menschen kommt es mehrheitlich durch das Einatmen von erregerhaltigem Staub, durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren, aber auch durch Kontakt mit kontaminierten Produkten oder Lebensmitteln wie z. B. nicht pasteurisierte Milch. Selten ist eine Ansteckung durch einen Zeckenstich möglich.

Symptome und Behandlung

Bei vielen Personen löst die Ansteckung keine oder geringe milde, grippale Symptome aus, welche nach 2 – 3 Wochen spontan abklingen. Bei etwa der Hälfte der Angesteckten treten nach 2 – 3 Wochen folgende Symptome plötzlich auf: Fieber, Schüttelfrost, Schweissausbrüche, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit, begleitet von trockenem Husten und Brustschmerzen, die durch eine Entzündung der Lunge, Leber, Herzmuskel oder Gehirn kompliziert werden können.

Q-Fieber wird üblicherweise mit Antibiotika behandelt, um zu verhindern, dass die Krankheit chronisch wird.

Verbreitung, Häufigkeit und Vorbeugung

Nebst sporadischen Fällen kann es auch zu Ausbrüchen kommen. Der letzte Ausbruch in der Schweiz wurde im Jahr 2012 verzeichnet und aufgrund dieses Ausbruchs wurde die Meldepflicht wieder eingeführt. Jährlich werden rund 40 – 60 Fälle gemeldet.

Der grösste bisher bekannte Ausbruch in der Schweiz, bei dem mehr als 400 Personen erkrankten, ereignete sich 1983. Verantwortlich dafür waren 12 Schafherden, die während des Alpabzuges entlang des Weges das Bakterium, Coxiella burnetti, ausschieden.

Der grosse Teil der präventiven Massnahmen liegt im Bereich der Veterinärmedizin: Rechtzeitige Erkennung von Infektionen bei Nutztieren und Meldung von Aborten von Rindern, Schafen oder Ziegen.

In einigen Ländern stehen bestimmten Risiko-Berufsgruppen (Laboratorien mit Bakterien arbeitend, Tierärzte, Mitarbeitende in Schlachthöfen) eine Impfung zur Verfügung. Diese ist in der Schweiz derzeit nicht zugelassen.

 

Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links:

Bundesamt für Gesundheit (BAG), Q-Fieber

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)

Nationales Referenzzentrum für Zeckenübertragbare Krankheiten (NRZK)

 

Quellen:
  • Bundesamt für Gesundheit, Q-Fieber
  • Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, Bericht zur Überwachung von Zoonosen und lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen, Juli 2018