Prävention

Wie man die Übertragungskette erfolgreich stoppen kann

Um die Infektion von weiteren Personen, die mit dem Patienten in engem Kontakt stehen, zu vermeiden, sollte bei diesen Personen eine prophylaktische Behandlung durchgeführt werden. Zur Prophylaxe kann ein Antibiotikum (Chemoprophylaxe) abgegeben und/oder eine Impfung (Immunprophylaxe) durchgeführt werden. Diese Massnahmen können durch den Hausarzt, den behandelnden Arzt oder den Kantonsarzt angeordnet werden. Davon betroffen sind Personen, die in den letzten 10 Tagen vor dem Ausbruch der Krankheit mit dem Erkrankten im gleichen Haushalt lebten oder mit Nasen- oder Rachensekreten des Patienten in Kontakt kamen. Zudem gelten sowohl Kinder als auch das Personal von Kinderkrippen und Kindergärten (nicht aber höheren Schulen) als enge Kontaktpersonen, sowie Personen, die mit dem Erkrankten im gleichen Zimmer oder Schlafraum übernachtet haben, einschliesslich Kasernen, Wohnheime, Internate und Unterkünfte von Klassenlagern.

Die Impfung ist der beste Schutz vor einer Infektion

Eine Impfung mit einem Konjugatimpfstoff bietet den besten Schutz vor einer invasiven Infektion. Die Wirksamkeit der Impfung ist allgemein sehr hoch, da sie die Verbreitung der Krankheit unterbinden kann und nachweislich eine Antikörperantwort gegen Neisseria meningitidis auslöst. So wurde zum Beispiel in England zehn Jahre nach der Einführung der Impfung ein Rückgang der Erkrankungen von 97% beobachtet. Andere Länder, die die routinemässige Impfung eingeführt haben, konnten ähnliche Rückgangsraten verzeichnen. Die Impfung ist somit das effektivste Mittel gegen die Verbreitung der Infektion.

Die häufigsten Nebenwirkungen einer Impfung beinhalten Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle oder kurzzeitiges Fieber. Diese klingen aber spontan nach ein bis maximal zwei Tagen ab. Bei älteren Kindern und Erwachsenen wurde auch von Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und Übelkeit berichtet.