Diagnostik

Für den laboranalytischen Nachweis des Bakteriums muss im Falle einer Meningitis beim Patienten eine Entnahme der Flüssigkeit, die das Gehirn und Rückenmark umspült (Liquor), vorgenommen werden. Wenn eine Sepsis (Blutvergiftung) vorliegt, kann eine Blutprobe ausreichen. Der Nachweis der Infektion wird dann üblicherweise durch das Wachstum einer Bakterienkultur aus der gewonnenen Flüssigkeit im Labor unter sterilen Bedingungen erbracht. Seit 2012 wird aber auch der Nachweis von bakterieller DNA oder ein positiver Befund mittels Antigennachweis oder mittels Mikroskopie zusammen mit einer positiven klinischen Diagnose als sicherer Nachweis einer Meningokokkeninfektion angesehen. Ärzte und Laboratorien müssen dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und dem zuständigen Kantonsarzt Verdachtsfälle und positive Befunde innerhalb von 24 Stunden melden. Die Kantonsärzte ergreifen Massnahmen, um die weitere Verbreitung des Keimes einzudämmen. Dazu gehört die prophylaktische Abgabe von Antibiotika und/oder die Verordnung von Impfstoffen über Hausärzte oder Spitäler.