Geschichte

Im Juli 1976 trafen sich rund 4‘500 Delegierte der amerikanischen Legion in Philadelphia (USA) zum Veteranenkongress. Zu Beginn rechnete noch niemand mit den tragischen Ereignissen, welche dem Kongress ein jähes Ende setzten. 182 Delegierte erkrankten plötzlich an einer schweren Lungenentzündung. 29 Personen starben an der Krankheit. Die Forschungen liefen auf Hochtouren, schien man es mit einem bis anhin unbekannten Keim zu tun zu haben. Im Januar 1977 gelang es den bakteriellen Erreger aus dem Lungengewebe eines Verstorbenen zu isolieren. Aufgrund der Geschehnisse am Veteranenkongress wurde das Bakterium Legionella pneumophila genannt.

Durch die Analyse von alten Proben wurde klar, dass dieser Erreger nicht zum ersten Mal zugeschlagen hatte. Bereits 1947 und 1968 kam es zu grippalen Epidemien in Pontiac (Michigan, USA), welche durch Legionellen ausgelöst wurden. Der Unterschied zu den Vorfällen in Philadelphia war, dass die Erkrankten in Pontiac nur an hohem Fieber, Muskelschmerzen und Verwirrtheit litten, jedoch keine Symptome einer Lungenentzündung hatten und niemand an der Krankheit gestorben ist.

In der Schweiz wurden die ersten Fälle in den späten 70er-Jahren beschrieben. Eine Meldepflicht wurde jedoch erst im Jahr 1988 eingeführt.