Übertragung

Das Virus wird durch einen Stich einer mit dem Virus infizierten Stechmücke auf den Menschen übertragen. Ist eine Stechmücke einmal mit dem Virus infiziert, bleibt sie das ein Leben lang. In der Literatur werden drei verschiedene Arten (Zyklen) beschrieben, wie es zur Ansteckung des Menschen durch den Virus kommen kann.

Der silvatische Zyklus beschreibt die Übertragung des Virus durch verschiedene Stechmücken im Regenwald, vor allem unter verschiedenen Affenarten. In sporadischen Fällen kann eine Infektion des Menschen stattfinden, sollte sich dieser zum Beispiel beim Holzarbeiten im Dschungel aufhalten. Dann würde man vom sogenannten Dschungel- Gelbfieber sprechen.

Der intermediäre Zyklus beschreibt die Ausbreitung des Virus vom Dschungel in die Savanne. Dort lebende Menschen können durch Stechmücken infiziert werden und sind für das Fortbestehen des Virus sehr wichtig.

Der urbane Zyklus ist epidemiologisch der folgenschwerste Zyklus. Dabei kommt es zum Ausbruch des Virus in urbanen Gebieten, was oft mit hohen Fallzahlen einhergeht. Meist spielt die Stechmücke der Gattung Aedes aegypti, welche schon in kleinsten Pfützen mitten in der Stadt brüten kann, als Vektor eine wichtige Rolle. Das urbane Gelbfieber kann zu explosionsartigen Ausbrüchen führen.