Krankheitsbild und Therapie

Die Krankheit verläuft in zwei Phasen

Gelbfieber tritt meist ca. 3-6 Tage nach dem Stich durch eine infizierte Mücke auf. Es kommt zu plötzlich einsetzendem hohen Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Abgeschlagenheit und Müdigkeit. In 85% der Fälle klingen die Beschwerden nach 3 bis 4 Tagen ab.

Bei einem Teil der Fälle kommt es nach einer kurzen Erholungsphase von 1 bis 2 Tagen zu einem schweren Krankheitsbild mit erneutem Fieberanstieg, Bauchschmerzen, Leberschwellung, Gelbsucht, Blutungen in die Haut, in die Schleimhäute und im Magen-Darm-Trakt, sowie Nierenversagen. In diesem Stadium versterben 20 – 50% der Patienten.

Laut einer Modell-basierten Hochrechnung, wobei Daten aus Afrika verwendet wurden, kam es im Jahr 2013 zu 84‘000 bis 170‘000 schweren Erkrankungen und 29‘000 bis 60‘000 gelbfieberbedingten Todesfällen.

Die Behandlung ist nur symptomatisch, denn eine spezifische Therapie ist nicht verfügbar. Hauptsächlich wird eine Fiebersenkung, Linderung der Schmerzen und eine Überwachung der Blutgerinnung sowie des Blutvolumens angestrebt.