Klinisches Bild

Respiratorische Diphtherie

Das klinische Bild richtet sich nach der Lokalisation der Infektion. Bei der Mandel- und Rachendiphtherie sind Halsschmerzen, Fieber und Schluckbeschwerden vordergründig. Es entstehen klassischerweise die grau - weissen oder bräunlichen Pseudomembranen (Ablagen). Diese könne auch bluten und fest anhaften. Auch wird ein süsslicher Mundgeruch beobachtet.

Die Kehlkopfdiphtherie tritt entweder primär oder als Folge einer Rachendiphtherie auf. Hierbei kommt es zu zunehmender Heiserkeit, bellendem Husten und Atemnot. In Folge kann es zur Verlegung der Atemwege und zum Tod kommen.

Die nasale Diphtherie verläuft eher mild und chronisch. Es kommt zu serösem und später auch blutigem ein oder beidseitigem Ausfluss aus der Nase mit wenig reduziertem Allgemeinbefinden.

Hautdiphtherie

Die Hautdiphtherie wird häufig in den Tropen und Subtropen erworben. Es handelt sich oft um Mischinfektionen mit A-Streptokokken und/oder Staphylokokken. Es werden dabei meist wenig Toxine freigesetzt. Die Hautläsionen können auch gelegentlich Infektionsquellen für Rachendiphtherie entweder bei sich selbst oder bei engen Kontaktpersonen sein. In westlichen Ländern sind die Mehrzahl der Hautdiphtherie verursachenden Corynebakterien nicht Toxin bildend.