Borreliose

Die Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung. Ausgelöst wird sie durch das Bakterium Borrelia burgdorferi, welches durch Zecken übertragen wird. Nach der Infektion mit dem Bakterium dauert es zwischen einer Woche und sechs Monaten bis zum Ausbruch der Krankheit, in seltenen Fällen bis zu Jahren.

Zu Beginn einer Erkrankung, im sogenannten Frühstadium (Tage bis Wochen nach dem Stich), äussert sich die Borreliose durch sich ausdehnende, ringförmige Hautrötungen um die Einstichstelle, das sogenannte Erythema migrans. Zudem können grippale Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen und Unwohlsein auftreten. Diese Symptome klingen aber meist spontan nach ein paar Tagen bis Wochen wieder ab.

Nach einem beschwerdefreien Zeitraum kann es Wochen bis Monate nach dem Stich zum zweiten Stadium der Krankheit kommen. Dabei können Symptome, wie Fieber, Kopfschmerzen, Lichtscheu, Schwindel, Konzentrations-, Sprech- und Gehstörungen auftreten. Diese Symptome werden durch einen Befall des Gehirns und der Hirnnerven ausgelöst. Die Bakterien können in diesem Stadium aber auch das Herz befallen, wo sie eine Lyme-Karditis auslösen. Diese äussert sich durch Herzrhythmusstörungen, Schmerzen in der Brust und Atemnot bei Belastungen.

Das dritte Stadium der Krankheit manifestiert sich durch Gelenksentzündungen, die sogenannte Lyme-Arthritis. Diese Entzündungen und Schwellungen treten vor allem im Knie, aber auch in anderen grossen Gelenken auf und manifestieren sich meistens in kurzen Schüben, die durch längere, symptomfreie Zeitspannen unterbrochen sind.

Die Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden. Bei fast allen Behandelten heilt die Borreliose ohne weitere Folgen ab. Eine Impfung, die vor einer Erkrankung schützt, ist nicht vorhanden. Daher ist die effizienteste Prävention das Vermeiden von Zeckenstichen. Weitere Informationen bezüglich Zecken finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Borreliose finden Sie beim Bundesamt für Gesundheit.