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Psychische Gesundheit in der Kindheit und Jugend

Der Beginn der Kindheit und vor allem der Adoleszenz bringt viele neue Entwicklungsaufgaben und Fragen mit sich. Innerhalb von wenigen Jahre müssen kleinere und grössere Entscheidungen getroffen werden. Wer bin ich? Was möchte ich vom Leben? Wie stehe ich zu mir? Diese Fragen können bei Jugendlichen Druck, das Gefühl von Stress und Angst auslösen. Dies sind alles Risikofaktoren für ihre psychische Gesundheit. Daher ist es wichtig, Jugendliche und ihre Bezugspersonen durch diese aufregende, aber auch schwierige Zeit zu begleiten und zu beraten.

Selbstwirksamkeit in der Kindheit und Jugend

Die Unterstützung von Selbstwirksamkeitserfahrungen ist auch im Schul- und Jugendalter bedeutsam. So können z.B. die in der Pubertät erlebten wenig beeinflussbaren körperlichen, hormonellen und emotionalen Veränderungen die Jugendlichen in ihrem Selbstwirksamkeitserleben stark herausfordern. Die Emotionen sind auf Berg- und Talfahrt, und die Körperformen verändern sich oft sprunghaft. Das kann die Erwartung dämpfen, sein Wohlbefinden beeinflussen zu können. Jugendliche brauchen hier Unterstützung für Selbstwirksamkeitserfahrungen durch gesunde Verhaltensweisen.

Der achtsame Umgang mit Psyche und Körper beispielsweise fördert die Selbstwirksamkeit: Jugendliche, die eine breite Palette an Strategien haben, um abzuschalten und Energie zu schöpfen, fühlen sich wohler in ihrer Haut. Jugendliche, die keine Idee haben, wie sie den Herausforderungen der Pubertät begegnen sollen, fühlen sich hilfloser.

Extreme Verhaltensweisen wie einseitige Ernährung, Diäten, übermässiger Sport oder die Einnahme von Beruhigungs- und Suchtmitteln können kurzfristig zu Selbstwirksamkeitserleben führen, sind aber sehr problematisch oder gar gesundheitsschädigend. Diese Verhaltensweisen werden verstärkt durch Normen, die die Medien und die Industrie vermitteln und die auch in manchen Peergruppen und Familien vorgelebt werden: Abfällige Bemerkungen über das Äussere und Bilder von ungesunden Schönheitsidealen beeinflussen das Körperbild der Jugendlichen und bestärken sie im problematischen Verhalten. Die Normen rund um den Konsum von Alkohol und Tabak als cooles, entspannendes Freizeitvergnügen verharmlosen den Substanzkonsum.

Soziale Unterstützung in der Kindheit und Jugend

Schon im Kleinkindalter ist das Vorhandensein von verlässlichen Bezugspersonen wesentlich. Im Schul- und Jugendalter kommen mit den Peers weitere Unterstützungsquellen hinzu, die für die psychische Gesundheit wichtig sind.

Der Zusammenhalt und die Qualität der Beziehungen der Schülerinnen und Schüler wird vom Klassenklima beeinflusst. Ein gutes Schul- und Klassenklima hat auch eine schützende Wirkung bezüglich Mobbing und Gewalt in der Schule. Plagen und Drangsalieren unter Schulkindern wirkt sich negativ auf die psychische Gesundheit der Betroffenen aus.

Broschüren zur psychischen Gesundheit

  • Für Eltern von 6- bis 12-jährigen Kindern: Haben Sie sich schon mal gefragt, wie Sie die psychische Gesundheit Ihres Kindes stärken können? Dieser Flyer gibt Ihnen als Eltern praktische Tipps an die Hand, die Sie einfach im Familienalltag umsetzen können. Die Tipps wurden auf der Grundlage von wissenschaftlicher Literatur sowie mit Inputs von Fachpersonen und Eltern erstellt.
  • Werkzeugkasten für Jugendliche: Läuft bei dir auch nicht immer alles so rund? Hast du Prüfungsstress, Liebeskummer, Angst vor der Zukunft; belastet dich die Trennung deiner Eltern oder der Verlust eines lieben Menschen? Solche schwierige Situationen können deine Psyche aus dem Gleichgewicht bringen. Die Broschüre «Heb der Sorg!» hilft dir, mit ihnen umzugehen und gibt dir Tipps und Tricks, um gesund zu bleiben.
  • Positives Körperbild stärken: Auszug aus dem Elterbrief Teenager