Psychische Gesundheit in der Kindheit und Jugend

Heutzutage weiss man, dass vor allem die frühen Lebensjahre einen Einfluss auf die langjährige Gesundheit haben. Daher ist es wichtig die körperliche und die psychische Gesundheit zu beobachten und zu begleiten. Themen wie emotionale Unterstützung, Wertschätzung, Bestätigung, stabile Beziehungen usw. sind in dieser Lebensspanne besonders wichtig. Kinder brauchen verlässliche und liebevolle Bezugspersonen zu denen sie eine stabile Bindung aufbauen können. Diese Bindungsmodelle übertragen sie auf zukünftige Beziehungen. Eltern beeinflussen also schon früh das soziale Verhalten ihrer Kinder. Es werden jedoch nicht nur die sozialen, sondern auch die neurologischen/kognitiven Fähigkeiten in der frühen Kindheit ausgebildet. Durch externe Stimulation, wie beispielsweise das Sprechen mit dem Kleinkind, werden bestimmte Gehirnvorgänge aktiviert. Das Kleinkind lernt diese Gehirnvorgänge zu nutzen und kann dadurch die eigene Hirnentwicklung vorantreiben.

Der Beginn der Kindheit und vor allem der Adoleszenz bringt viele neue Entwicklungsaufgaben und Fragen mit sich. Innerhalb von wenigen Jahre muss man einige grosse Entscheidungen treffen. Wer bin ich? Was möchte ich vom Leben? Wie stehe ich zu mir? Diese Fragen können bei Jugendlichen Druck, das Gefühl von Stress und Angst auslösen. Diese sind alles Risikofaktoren für ihre psychische Gesundheit. Daher ist es wichtig, Jugendliche und ihre Bezugspersonen durch diese aufregende, aber auch schwierige Zeit zu begleiten und zu beraten.

KAP Modul C legt den Fokus auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sowie ihren Bezugspersonen. Es stehen einerseits Angebote, Strukturen und Rahmenbedingungen der Frühen Förderung zur Verfügung, welche die gesunde und ganzheitliche Entwicklung von Kindern in der Schwangerschaft bis zum Eintritt in den Kindergarten bedarfsgerecht unterstützen. Andererseits wird ein Schwerpunkt gesetzt bei den gesundheitsbezogenen Angeboten für Jugendliche, auf Informationen und Beratung von Fachpersonen, die mit Jugendlichen arbeiten, und Koordination der Präventionsarbeit im Kinder- und Jugendbereich.

Die Massnahmen richten sich:

  • an Multiplikatoren und Multiplikatorinnen: Fachpersonen aus den Bereichen Gesundheitswesen und Beratung, Bildung, Erziehung und Betreuung;
  • an die Kinder, Jugendlichen und primären Bezugspersonen, im Besonderen an vulnerable Gruppen (Alleinerziehende, Familien mit Migrationshintergrund, sozial isolierte Familien, armutsbetroffene Familien etc.);
  • an die Gemeinden;

Alle Projekte der Gesundheitsförderung Baselland im Bereich Kindheit und Jugend verfolgen auch das Ziel, die Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen teilhaben zu lassen:

  • an sozialen Netzwerken: z.B. Familienzentren
  • an Austauschplattformen: z.B. KiT-Jugend, Netzwerk Frühe Kindheit Baselland
Projekte und Massnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit in der Kindheit
Projekte und Massnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit in der Jugend