Starke Zunahme des „Enkeltricks“

12.12.2016
Ganzer Kanton BL. Die Polizei Basel-Landschaft kann seit Anfang Dezember 2016 eine starke Zunahme von versuchten „Enkeltrick“-Betrügen feststellen. Seit dem 01. Dezember wurden bereits 27 Fälle gemeldet. Bei zwei der Fälle sind die Täter ans Ziel gelangt und erbeuteten auf diese Weise gesamthaft 16‘000.- Franken. Die Polizei warnt und ruft zur Vorsicht vor dieser Betrugsmasche auf.

Diese Betrüger agieren zunächst immer per Telefon und kontaktieren in der Regel ältere Leute, meistens im Rentenalter. Die Betrüger geben sich als Verwandte in Not aus und versuchen von den angerufenen Personen Geld zu ergaunern. Zunächst wird versucht, ein Vertrauensverhältnis zu schaffen. Gelingt dies, wird im weiteren Verlauf den späteren Opfern eine Geschichte erzählt, wonach der Anrufer oder die Anruferin für den Kauf eines Autos oder eines Hauses kurzfristig einen grösseren Bargeldbetrag benötige und diesen später natürlich zurückzahlen werde.

Nebst angeblichem Verwandten versucht sich die Täterschaft aber auch als alter Schulfreund oder als Polizist auszugeben. So zum Beispiel wenn das Opfer vor der Geldübergabe zögern sollte, weil es einen Betrug vermutet, melden sich plötzlich vermeintliche Polizisten (ebenfalls Betrüger) bei ihm und bitten darum, die Anweisungen dennoch zu befolgen, damit man den Betrüger in flagranti erwischen und festnehmen könne!

In den allermeisten Fällen reagierten die angerufenen Personen absolut richtig und liessen sich in keinster Weise auf diese perfide Betrügerei ein. Dennoch kommt es - trotz einer mittlerweile jahrelangen, breiten, internationalen Informationskampagne - immer wieder zu Fällen, in welchen die Täterschaft mit dieser Masche zum gewünschten Ziel kommt.

Die Polizei Basel-Landschaft bittet in diesem Zusammenhang um Beachtung der folgenden Tipps:

  • Seien Sie immer misstrauisch gegenüber Personen, die sich am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben und die Sie nicht als solche erkennen. Stellen Sie ihnen Fragen, die nur echte Familienmitglieder richtig beantworten können.
  • Nennen Sie niemals Namen Ihrer Verwandten am Telefon. Sagen Sie bei angeblichen Notfällen, Sie müssten erst Rücksprache halten, und legen Sie einfach den Hörer auf. Dann wählen Sie eine Ihnen vertraute Nummer Ihrer Familie und überprüfen die Informationen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte! Wenn Sie einem Verwandten etwas schenken wollen, dann tun Sie das immer persönlich.
  • Geben Sie niemandem Auskünfte über Ihr Vermögen im Haus oder auf der Bank.

Informieren Sie über die Notrufnummer 112 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.