798 - Allschwil/Ganzer Kanton BL: Warnung vor Einbrechern – Polizei bittet um erhöhte Vorsicht

11.11.2008
In den vergangenen Tagen verzeichnete die Polizei Basel-Landschaft eine starke Zunahme der Einbruchdiebstähle - und zwar speziell im unteren, westlichen Kantonsteil (Bezirk Arlesheim). Die Anzahl der Einbrüche hat sich gegenüber der Vorwoche von 20 auf 40 verdoppelt, 29 davon im Wohnbereich. Allein 15 davon wurden zwischen Montag, 3. November, und Donnerstag, 6. November 2008, in Allschwil BL begangen. Weitere Einbrüche gab Birsfelden, Böckten, Gelterkinden (2), Münchenstein (4), Muttenz (2), Oberwil, Reinach und Therwil (2). Verübt wurden die Taten zu praktisch sämtlichen Tages- und Nachtzeiten, wobei 11 Einbrüche in der Dämmerung (Zeitbereich 16.00 bis 21.00 Uhr) begangen wurden.

Die Täterschaft gelangte in der Regel via Haustüren/Sitzplatztüren in die Wohnbereiche und behändigt mit Vorliebe Bargeld, Uhren, Laptops und Handys. Die Bewohner waren stets nicht zu Hause.

Die Polizei Basel-Landschaft hat ihre Dispositive verstärkt und bittet die Bevölkerung, verdächtige Geräusche, Feststellungen und Wahrnehmungen stets umgehend und nicht erst einige Stunden später via Notruf 117 oder 112 zu melden. Sollten sie Opfer von einem Einbruch werden und diesen entdecken, melden sie dies sofort der Polizei und nicht erst am Morgen. Zudem empfiehlt die Polizei, Türen/Fenster konsequent zu verschliessen.

Merke: Im Fall von verdächtigen Wahrnehmungen ist der Weg zur Polizei nie weiter als bis zum nächsten Telefon. Die Polizei dankt auch für Hinweise über verdächtige Personen, welche sich im Quartier aufhalten – auch tagsüber. In solchen Fällen könnte es sich um mögliche Komplizen, Aufpasser oder Kundschafter handeln. Es wird davon abgeraten, sich auf eine direkte Konfrontation mit einer mutmasslichen Täterschaft einzulassen.

Im Sinne der Prävention (Vorbeugen ist besser als Heilen) bittet die Polizei Basel-Landschaft die Bevölkerung um erhöhte Wachsamkeit; verdächtige Feststellungen sind umgehend via Notruf 117 oder 112 zu melden. Die Polizei bedankt sich für Hinweise über verdächtige Personen, es wird jedoch davon abgeraten, sich auf eine direkte Konfrontation mit einer mutmasslichen Täterschaft einzulassen.

Einen tauglichen und relativ einfachen Schutz vor Einbrechern bietet unter anderem eine Lichtquelle. Besonders geeignet sind Halogen -Lampen mit Bewegungsmeldern (Sensorlampen) oder das schlichte Brennenlassen einer gewöhnlichen Lampe, allenfalls in Kombination mit einer Zeitschaltuhr.

Zudem empfiehlt es sich, im Wohnquartier den Gemeinschaftssinn mit den Nachbarn zu pflegen, sehr wertvoll sind gute Kontakte zur Nachbarschaft, denn niemand kennt (s)ein Wohngebiet besser als dessen Bewohnerinnen und Bewohner. Achten Sie auf dem Weg nach Hause auf verdächtige Geräusche, Personen und Fahrzeuge. Wenn der Verdacht besteht, dass Einbrecher am Werk sein könnten, verständigen Sie bitte sofort über die Notrufnummern 117 oder 112 die Polizei.

Einbrüchen kann man aber auch entgegenwirken. Bevor Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung verlassen, nehmen Sie sich Zeit für einen kurzen Sicherheits-Check.

Dazu gehören folgende Punkte:
  • Achten Sie darauf, dass Aussentüren abgeschlossen und die Fenster sowie die Läden und Rollläden im Parterre-Bereich geschlossen und gesichert sind. Schliessen Sie auch Lamellenstoren, da beim Hochschieben der Storen Geräusche entstehen, welche den Täter stören oder von Nachbarn gehört werden können.
  • Lassen Sie bei Beginn der Dunkelheit an Ihrem Wohnhaus die Aussenbeleuchtung brennen. Ideal sind auch Bewegungsmelder. So nehmen Sie dem Dieb die Chance, ungesehen zum oder ums Haus schleichen zu können.
  • Signalisieren Sie Anwesenheit. Lassen Sie im Innern des Hauses immer eine oder mehrere Lampen brennen. Eventuell lassen Sie ein Radio- oder TV-Gerät laufen. Parkieren Sie Ihr Auto auf dem Vorplatz.
  • Schliessen Sie auch das Gartentor mit dem Schlüssel ab. Ein Schild "Warnung vor dem Hund" kann auf potentielle Diebe abschreckend wirken.
  • Bewahren Sie Schmuck und Wertsachen sicher auf, wenn möglich in einem Bankschliessfach oder in einem eingemauerten Tresor mit Zahlenkombinationsschloss.
Die Polizei Basel-Landschaft führt seit 1978 eine Beratungsstelle für Verbrechensprävention. Neben allgemeinen Sicherheitsfragen können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger produkteneutral und erst noch kostenlos über Einbruchschutz informieren lassen. Kontakt: Polizei Basel-Landschaft, Prävention, CH-4410 Liestal, Rheinstrasse 25, Beratungsstelle für Verbrechensprävention, Telefon 061 926 30 61, Mail [email protected] oder via www.polizei.bl.ch