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21.06.2011
424 - Muttenz/Autobahn A2: Brand eines Sattelschleppers auf der Autobhahn sorgt für Verkehrschaos: niemand verletzt
Auf der Autobahn A2 bei Muttenz BL, im Bereich der Verzweigung Hagnau BL in Fahrtrichtung Bern/Luzern, unter der Fussgänger-Verbindungsbrücke zwischen Muttenz und Birsfelden BL auf der Höhe der Einfahrt der Kantonalen Autobahn H18, geriet am Dienstag Nachmittag, 21. Juni 2011, gegen 15.53 Uhr, ein Sattelschlepper in Brand. Das Fahrzeug (Kühllastwagen) mit luxemburgischen Kontrollschildern hatte 9,5 Tonnen Pferdefleisch geladen. Verletzt wurde niemand.
Nach einem Knall im Motorenbereich konnte der Chauffeur das Fahrzeug noch auf den Pannenstreifen lenken, wo der Sattelschlepper rasch im Vollbrand stand und in der Folge komplett ausbrannte. Die Flammen waren anfangs mehrere Meter hoch, verbunden mit einer massiven, weitherum sichtbaren Rauchentwicklung.
Durch die hohen Flammen wurde auch die direkt über dem Schadenplatz liegende Fussgängerbrücke in Mitleidenschaft gezogen; deren Statik wird nun untersucht. Auf der Brücke (mitten im Rauch) befanden sich übrigens während des Brandes gaffende, unvernünftige Fussgänger, zum Teil mit Kindern.
Der 51-jährige Chauffeur blieb unverletzt, kam mit dem Schrecken davon und brachte sich nach vergeblichen Löschversuchen in Sicherheit. Die angerückten Feuerwehren von Muttenz und Basel hatten den Brand rasch unter Kontrolle und schon gegen 16.20 Uhr soweit gelöscht respektive unter Kontrolle.
Die Brandursache steht noch nicht abschliessend fest, gemäss ersten Erkenntnissen steht eine technische Ursache im Vordergrund. Weitere entsprechende Abklärungen durch den Kriminaltechnischen Dienst der Polizei Basel-Landschaft werden noch getätigt.
Der Sattelschlepper inklusive Ladung wurde durch den Brand komplett zerstört. Der insgesamt entstandene Sachschaden lässt sich noch nicht abschliessend beziffern, beläuft sich aber sicher auf mehrere 100'000 Franken.
Für die Dauer der Lösch-, Bergungs- und Aufräumarbeiten musste die Autobahn A2 stadtauswärts (in Fahrtrichtung Bern/Luzern) zunächst für rund 40 Minuten komplett gesperrt werden, ab 16.35 Uhr stand einer von drei Fahrstreifen wieder zur Verfügung.
Bis um 21.35 Uhr stand wegen den äusserst komplizierten, aufwändigen Bergungs- und Aufräumarbeiten nur einer von drei Fahrstreifen zur Verfügung. Ab 21.35 Uhr war die Strecke wieder normal befahrbar.
Bis um 21.35 Uhr herrschte während Stunden ein veritables Verkehrschaos mit kilometerlangen Rückstaus, das Stauende lag im Stadtzentrum von Basel sowie an den Landesgrenzen zu Deutschland und Frankreich. Die Staus erstreckten sich auf einer Länge von gut zehn Kilometern. Auch auf den umliegenden Kantonsstrassen herrschten bis dahin überwiegend prekäre Verkehrsverhältnisse. Nach der Wiedereröffnung aller drei Spuren normalisierte sich die Situation zusehends.
Auch in der Gegenrichtung kam es bis gegen 19.00 Uhr zu einem langen Stau, dies einerseits wegen der Sperrung einer Spur (aus Sicherheitsgründen) und andererseits wegen Gaffern. Dieser Stau erstreckte sich auf rund fünf Kilometer, das Stauende lag auf der Höhe des Anschlusses Pratteln BL.
Im Einsatz standen mehrere Dutzend Einsatzkräfte der Stützpunkt-Feuerwehr Muttenz BL, der Berufsfeuerwehr Basel, der Sanität Basel, der Polizei Basel-Landschaft, der Schweizerischen Bundesbahnen SBB (Löschzug) sowie der National-strassen Nordwestschweiz AG (NSNW).









