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367 - Liestal/Ganzer Kanton: Polizei warnt vor Betrug im Internet

10.09.2015
In den letzten Monaten musste die Polizei Basel-Landschaft eine Zunahme von Betrugsfällen im Internet registrieren. Viele Kriminelle versuchen mittlerweile im Internet auf Beutezug zu gehen. Das Phänomen ist nicht wirklich neu, nimmt jedoch tendenziell zu.

So ist es zum Beispiel bis heute unmöglich, bei einer Lotterie zu gewinnen, in der man gar nicht mitgespielt hat. Mit einer gesunden Portion Misstrauen und der Beachtung von einigen zentralen Vorsichtsmassnahmen lässt sich das Risiko, Opfer eines Internetbetrugs zu werden, merklich reduzieren.

Im Sinne der Prävention macht die Polizei Basel-Landschaft nachfolgend auf die häufigsten Betrugsvarianten aufmerksam.

Hacking oder Malware: Kriminelle Hacker versuchen, über eine Schwachstelle in ein Computersystem einzudringen. In der Folge können schädliche Programme installiert oder vertrauliche Daten gestohlen werden. Ein sicheres Passwort ist ein Schlüssel zu Ihrer Sicherheit im Internet.

Phishing: Die Betrüger wollen an Passwörter und andere persönliche Daten gelangen. Sie versenden beispielsweise gefälschte E-Mails, in welchen die Benutzer zur Eingabe von persönlichen Daten gebeten werden. Tipp: sich von amtlich daherkommenden E-Mails oder Webseiten nicht einschüchtern lassen.

Romance Scam: Auf Online-Singlebörsen oder Dating-Plattformen wird die grosse Liebe vorgespielt. Plötzlich gerät die grosse Liebe in eine Notlage und braucht dringend Geld. Wird die Zahlung geleistet, ist das Geld verloren.

Betrugsversuche bei Online-Shopping: Sowohl beim Online-Verkauf wie beim Online-Shopping (auch bei Auktionsplattformen) ist Vorsicht geboten. Sind keine Angaben über den Verkäufer oder Verkäufer vorhanden oder erhältlich: Hände weg und nichts kaufen! Beim Online-Handel wird mit gefälschten Checks bezahlt oder die im Voraus bezahlte Ware wird nie geliefert.

Vorschussbetrug: Angeblicher Lotteriegewinn, riesige Erbschaft oder lukratives Geschäft. Die Betrüger locken mit grossen Geldsummen, die nur darauf warten, von Ihnen abgeholt zu werden. Zuvor muss jedoch noch ein Vorschuss geleistet werden. Wird die Zahlung geleistet, ist das Geld verloren. Hände weg, Mails löschen!

Sextortion: Über soziale Netzwerke werden die meist männlichen Opfer von einer unbekannten Frau kontaktiert. Im Verlaufe der Kontaktaufnahme verlagert man sich auf Skype oder eine andere Videotelefonie-Plattform. Anschliessend entkleidet man sich vor der Webcam, wie es sein unbekanntes Gegenüber auch tut. Darauf folgt die Erpressung, man werde die Bilder ins Netz stellen, falls kein Geld bezahlt wird.

Die Polizei Basel-Landschaft empfiehlt folgenden Vorsichtsmassnahmen:
  • Verwenden Sie ein mindestens ein 8-stelliges Passwort mit Gross-und Kleinbuchstaben sowie Zahlen. Übertragen Sie Daten und Zahlungsinformationen nur über verschlüsselte Seiten (https:// oder Schloss-Symbol in der unteren rechten Ecke ihres Browsers).
  • Nie vertrauliche Daten auf Nachfrage im Internet bekannt geben. Verdächtige E-Mails löschen und keine darin enthaltenen Links oder Dateianhänge öffnen.
  • Vorsicht bei angeblichen Mails von Banken: Banken kommunizieren bezüglich Passwörtern etc. nie per Mail, sondern immer per Post. Tipp: nie über Mail oder Internet Passwortangaben bekanntgeben.
  • Im Internet wird nichts verschenkt. Bei sehr günstigen Preisen skeptisch sein und Informationen über den Verkäufer einholen. Möglichst keine Käufe mit Bargeldtransferdiensten tätigen (z.B. Western Union, Money Gram).
  • Vorsicht bei SMS-Abos auf einschlägigen Seiten.
  • Auf dem entsprechenden Gerät muss ein guter Virenschutz und Firewall installiert sein.

Bei einem begründeten Betrugsverdacht sollte unbedingt bei der Polizei Anzeige erstattet werden. Weitere Informationen und aktuelle Warnmeldungen finden sich jederzeit unter www.kobik.ch . Zudem hat die Schweizerische Kriminalprävention SKP zu diesem Themenbereich diverse Merkblätter herausgegeben ( www.skppsc.ch ).

Weitere Informationen.

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