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- 208 - Liestal/Kanton BL: Kriminalstatistik 2009 / Verkehrsunfallstatistik 2009
25.03.2010
208 - Liestal/Kanton BL: Kriminalstatistik 2009 / Verkehrsunfallstatistik 2009
- Weniger Verkehrsunfälle, aber mehr Unfälle von Velos und Motorrädern und mehr Unfälle mit Alkohol
- 2009 gab es 600 Einbrüche mehr als 2008: der Kanton BL ist aber weiterhin ein sicherer Kanton
Die Polizei Basel-Landschaft hat heute Donnerstag, 25. März 2010, im Rahmen einer Medienkonferenz ihre Kriminal- und Verkehrsunfall-Statistiken für das Jahr 2009 präsentiert.
2009 ereigneten sich auf den Strassen des Kantons Basel-Landschaft vier Prozent weniger Verkehrsunfälle und es gab zwei Prozent weniger Verunfallte, darunter allerdings deutlich mehr Schwerverletzte. Ein deutlicher Anstieg war indes bei den Unfällen mit Zweirädern (Velos und Motorräder über 125ccm) zu verzeichnen. Zudem war 2009 bei jedem achten Verkehrsunfall Alkohol im Spiel, wie der Baselbieter Polizeikommandant Daniel Blumer vor den Medien einleitend sagte.
Aus der Kriminalstatistik 2009 für den Kanton Basel-Landschaft geht in erster Linie hervor, dass der Kanton BL nach wie vor ein sicheres Pflaster ist. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Deliktes zu werden, liegt klar unter dem nationalen Durchschnitt (BL: 51,5 Straftaten pro 1000 Einwohner, in allen umliegenden Kantonen sowie gesamtschweizerisch ist dieser Wert höher). Gegenüber 2008 deutlich gestiegen ist jedoch die Anzahl der Einbrüche (+600 / +53%), der Wert liegt jedoch nach wie vor unter dem Mehrjahresdurchschnitt.
Kriminalstatistik 2009
Zum zweiten Mal liegt die im Rahmen des gesamtschweizerischen Projektes Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) neu gestaltete Kriminalstatistik für den Kanton Basel-Landschaft vor. Zusammen mit den erstmals veröffentlichten Zahlen für die Schweiz als Ganzes sind damit Vergleiche mit dem Vorjahr und mit anderen Kantonen möglich.
Die Anzahl erfasster Straftaten hat im Kanton Basel-Landschaft 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 25 % (rund 3'000 Fälle) zugenommen. Auffällige Steigerungen ergaben sich dabei in den Kategorien Einbruchdiebstahl und Sachbeschädigung, wie Martin Grob, Leiter der Hauptabteilung Kriminalitätsbekämpfung, am Donnerstag vor den Medien sagte.
Insgesamt wurden 15'305 (im Vorjahr 12'223) Straftaten erfasst. Wie im Vorjahr richteten sich 91 % aller Delikte gegen Bestimmungen des Strafgesetzbuches. 7 % der Straftaten erfolgten gegen das Betäubungsmittelgesetz. Knapp drei Viertel aller Delikte richteten sich gegen das Vermögen, wobei Diebstähle und Sachbeschädigungen den überwiegenden Teil ausmachten.
Die polizeiliche Aufklärungsrate liegt unverändert bei 23 % aller Straftaten. Im Vergleich mit dem gesamtschweizerischen Durchschnitt wurden im Kanton Basel-Landschaft bei den Delikten gegen Leib und Leben, Einbruchdiebstählen und Vergewaltigungen überdurchschnittliche Aufklärungsraten erzielt, während sie bei Raub, Betrug, Brandstiftung, Sachbeschädigung und einzelnen Sexualdelikten unterdurchschnittlich waren.
Der Ausländeranteil an Verstössen gegen das Strafgesetzbuch betrug 45 (i.V. 43) %.
Bei knapp 8 (i.V. 10) % aller Straftaten wurde Gewalt angewendet oder zumindest angedroht. Schwere Gewalt wurde in 34 (i.V. 44) Fällen angewandt. 85 (i.V. 88) % aller Gewaltstraftäter waren männlich, 47 (i.V. 46) % waren Ausländer, 18 (i.V. 13) % waren Jugendliche. 42 (i.V. 45) % der Gewaltopfer waren weiblich, 19 (i.V. 20) % waren noch nicht volljährig.
Einbruchdiebstähle haben 2009 um rund 600 auf 1631 Fälle zugenommen. Trotz dieser deutlichen Erhöhung stellt diese Zahl etwa den Mittelwert der vergangenen 15 Jahre dar. In der Kriminalstatistik fällt diese Zunahme massiv aus, zählt doch jeder Einbruchdiebstahl als 3 Delikte (Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch). Erfreulicherweise konnte jedoch trotz höherer Deliktszahlen die Aufklärungsrate leicht gesteigert werden.
Nach dem ausserordentlich ruhigen Vorjahr wurden 2009 mehr Straftaten durch Jugendliche erfasst. An der Spitze der Delikte standen neben Einbrüchen und anderen Diebstählen Sachbeschädigungen, Tätlichkeiten und einfache Körperverletzungen. Eine Tendenz hin zu schwereren Gewaltstraftaten konnte nicht festgestellt werden.
Die polizeilichen Interventionen wegen Häuslicher Gewalt beschäftigten die Polizei nach wie vor stark (durchschnittlich rund 2.5 Einsätze pro Tag). Die Anzahl und Verteilung der Straftaten veränderte sich dabei nur unwesentlich. Erfreulicherweise konnte die Zahl der Wegweisungen von 115 auf 78 reduziert werden.
> Kriminalstatistik 2009 [PDF]
Verkehrsunfallstatistik 2009
Im Jahr 2009 wurden im Kanton Basel-Landschaft 1551 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Abnahme von 57 Fällen (-4%). Dabei wurden 895 Personen verletzt und 9 getötet. Die Gesamtzahl der Verunfallten nahm um 2% ab. Allerdings steht der Abnahme bei den Leichtverletzten (-44) und den Toten (-2) eine deutliche Zunahme der Schwerverletzten (+30) gegenüber.
Positiv entwickelt hat sich die Zahl der Verkehrsunfälle mit Fussgängern; diese nahm um 15% auf 87 Fälle ab. Zu dieser Abnahme massgeblich beigetragen hat der Rückgang der Verkehrsunfälle auf Fussgängerstreifen um etwa ein Drittel auf den tiefsten Stand seit 2003, wie Christoph Naef, Leiter der Hauptabteilung Verkehrssicherheit, vor den Medien sagte.
Bei den Verkehrsunfällen mit Kindern setzte sich im Jahr 2009 die abnehmende Tendenz der Jahre 2004 bis 2007 fort. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern um ein Drittel von 76 auf 51 Fälle zurück. Ebenfalls rückläufig ist die Zahl der verunfallten Kinder um 42% auf 42 Verunfallte.
Mehr Schwerverletzte auf Zweirädern
Zugenommen hat die Zahl der Verkehrsunfälle mit Zweirädern um 8 auf 297 Fälle. Entsprechend nahm auch die Zahl der Verunfallten, vor allem der Schwerverletzten, um 24 auf 293 Verunfallte zu. Dieser Anstieg ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass ein Drittel mehr Verkehrsunfälle mit Motorrädern über 125ccm zu verzeichnen waren und dadurch auch die Zahl der Verunfallten dieser Kategorie um knapp die Hälfte zunahm. Auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit Fahrrädern nahm gegenüber dem Vorjahr noch einmal zu. Dabei stieg die Zahl der verunfallten Fahrradlenker um 6% auf 128.
Auf den Hochleistungsstrassen musste eine Zunahme der Verkehrsunfälle um knapp ein Viertel von 264 auf 326 Fälle verzeichnet werden. Drei Viertel dieser Verkehrsunfälle ereigneten sich auf der A2, 17% auf der H18 und 6% auf der H2. Im gleichen Mass wie die Verkehrsunfälle stieg auch die Zahl der Verunfallten von 153 auf 195 Verunfallte an.
Mit der Zunahme der Verkehrsunfälle mit Alkoholeinfluss um 7 auf 183 Fälle setzte sich die leicht zunehmende Tendenz der vergangenen Jahre fort. Dazu beigetragen hat hauptsächlich der Anstieg der Verkehrsunfälle, bei denen die Lenker einen Alkoholgehalt zwischen 0.50‰ und 1.99‰ hatten. Die Zahl der Verunfallten bei Verkehrsunfällen mit Alkoholeinfluss nahm von 77 auf 91 Verunfallte zu. Somit war bezogen auf die Gesamtzahlen bei jedem 8. Verkehrsunfall und bei jedem 10.
> Verkehrsunfallstatistik 2009 [PDF]
2009 ereigneten sich auf den Strassen des Kantons Basel-Landschaft vier Prozent weniger Verkehrsunfälle und es gab zwei Prozent weniger Verunfallte, darunter allerdings deutlich mehr Schwerverletzte. Ein deutlicher Anstieg war indes bei den Unfällen mit Zweirädern (Velos und Motorräder über 125ccm) zu verzeichnen. Zudem war 2009 bei jedem achten Verkehrsunfall Alkohol im Spiel, wie der Baselbieter Polizeikommandant Daniel Blumer vor den Medien einleitend sagte.
Aus der Kriminalstatistik 2009 für den Kanton Basel-Landschaft geht in erster Linie hervor, dass der Kanton BL nach wie vor ein sicheres Pflaster ist. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Deliktes zu werden, liegt klar unter dem nationalen Durchschnitt (BL: 51,5 Straftaten pro 1000 Einwohner, in allen umliegenden Kantonen sowie gesamtschweizerisch ist dieser Wert höher). Gegenüber 2008 deutlich gestiegen ist jedoch die Anzahl der Einbrüche (+600 / +53%), der Wert liegt jedoch nach wie vor unter dem Mehrjahresdurchschnitt.
Kriminalstatistik 2009
Zum zweiten Mal liegt die im Rahmen des gesamtschweizerischen Projektes Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) neu gestaltete Kriminalstatistik für den Kanton Basel-Landschaft vor. Zusammen mit den erstmals veröffentlichten Zahlen für die Schweiz als Ganzes sind damit Vergleiche mit dem Vorjahr und mit anderen Kantonen möglich.
Die Anzahl erfasster Straftaten hat im Kanton Basel-Landschaft 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 25 % (rund 3'000 Fälle) zugenommen. Auffällige Steigerungen ergaben sich dabei in den Kategorien Einbruchdiebstahl und Sachbeschädigung, wie Martin Grob, Leiter der Hauptabteilung Kriminalitätsbekämpfung, am Donnerstag vor den Medien sagte.
Insgesamt wurden 15'305 (im Vorjahr 12'223) Straftaten erfasst. Wie im Vorjahr richteten sich 91 % aller Delikte gegen Bestimmungen des Strafgesetzbuches. 7 % der Straftaten erfolgten gegen das Betäubungsmittelgesetz. Knapp drei Viertel aller Delikte richteten sich gegen das Vermögen, wobei Diebstähle und Sachbeschädigungen den überwiegenden Teil ausmachten.
Die polizeiliche Aufklärungsrate liegt unverändert bei 23 % aller Straftaten. Im Vergleich mit dem gesamtschweizerischen Durchschnitt wurden im Kanton Basel-Landschaft bei den Delikten gegen Leib und Leben, Einbruchdiebstählen und Vergewaltigungen überdurchschnittliche Aufklärungsraten erzielt, während sie bei Raub, Betrug, Brandstiftung, Sachbeschädigung und einzelnen Sexualdelikten unterdurchschnittlich waren.
Der Ausländeranteil an Verstössen gegen das Strafgesetzbuch betrug 45 (i.V. 43) %.
Bei knapp 8 (i.V. 10) % aller Straftaten wurde Gewalt angewendet oder zumindest angedroht. Schwere Gewalt wurde in 34 (i.V. 44) Fällen angewandt. 85 (i.V. 88) % aller Gewaltstraftäter waren männlich, 47 (i.V. 46) % waren Ausländer, 18 (i.V. 13) % waren Jugendliche. 42 (i.V. 45) % der Gewaltopfer waren weiblich, 19 (i.V. 20) % waren noch nicht volljährig.
Einbruchdiebstähle haben 2009 um rund 600 auf 1631 Fälle zugenommen. Trotz dieser deutlichen Erhöhung stellt diese Zahl etwa den Mittelwert der vergangenen 15 Jahre dar. In der Kriminalstatistik fällt diese Zunahme massiv aus, zählt doch jeder Einbruchdiebstahl als 3 Delikte (Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch). Erfreulicherweise konnte jedoch trotz höherer Deliktszahlen die Aufklärungsrate leicht gesteigert werden.
Nach dem ausserordentlich ruhigen Vorjahr wurden 2009 mehr Straftaten durch Jugendliche erfasst. An der Spitze der Delikte standen neben Einbrüchen und anderen Diebstählen Sachbeschädigungen, Tätlichkeiten und einfache Körperverletzungen. Eine Tendenz hin zu schwereren Gewaltstraftaten konnte nicht festgestellt werden.
Die polizeilichen Interventionen wegen Häuslicher Gewalt beschäftigten die Polizei nach wie vor stark (durchschnittlich rund 2.5 Einsätze pro Tag). Die Anzahl und Verteilung der Straftaten veränderte sich dabei nur unwesentlich. Erfreulicherweise konnte die Zahl der Wegweisungen von 115 auf 78 reduziert werden.
> Kriminalstatistik 2009 [PDF]
Verkehrsunfallstatistik 2009
Im Jahr 2009 wurden im Kanton Basel-Landschaft 1551 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Abnahme von 57 Fällen (-4%). Dabei wurden 895 Personen verletzt und 9 getötet. Die Gesamtzahl der Verunfallten nahm um 2% ab. Allerdings steht der Abnahme bei den Leichtverletzten (-44) und den Toten (-2) eine deutliche Zunahme der Schwerverletzten (+30) gegenüber.
Positiv entwickelt hat sich die Zahl der Verkehrsunfälle mit Fussgängern; diese nahm um 15% auf 87 Fälle ab. Zu dieser Abnahme massgeblich beigetragen hat der Rückgang der Verkehrsunfälle auf Fussgängerstreifen um etwa ein Drittel auf den tiefsten Stand seit 2003, wie Christoph Naef, Leiter der Hauptabteilung Verkehrssicherheit, vor den Medien sagte.
Bei den Verkehrsunfällen mit Kindern setzte sich im Jahr 2009 die abnehmende Tendenz der Jahre 2004 bis 2007 fort. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern um ein Drittel von 76 auf 51 Fälle zurück. Ebenfalls rückläufig ist die Zahl der verunfallten Kinder um 42% auf 42 Verunfallte.
Mehr Schwerverletzte auf Zweirädern
Zugenommen hat die Zahl der Verkehrsunfälle mit Zweirädern um 8 auf 297 Fälle. Entsprechend nahm auch die Zahl der Verunfallten, vor allem der Schwerverletzten, um 24 auf 293 Verunfallte zu. Dieser Anstieg ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass ein Drittel mehr Verkehrsunfälle mit Motorrädern über 125ccm zu verzeichnen waren und dadurch auch die Zahl der Verunfallten dieser Kategorie um knapp die Hälfte zunahm. Auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit Fahrrädern nahm gegenüber dem Vorjahr noch einmal zu. Dabei stieg die Zahl der verunfallten Fahrradlenker um 6% auf 128.
Auf den Hochleistungsstrassen musste eine Zunahme der Verkehrsunfälle um knapp ein Viertel von 264 auf 326 Fälle verzeichnet werden. Drei Viertel dieser Verkehrsunfälle ereigneten sich auf der A2, 17% auf der H18 und 6% auf der H2. Im gleichen Mass wie die Verkehrsunfälle stieg auch die Zahl der Verunfallten von 153 auf 195 Verunfallte an.
Mit der Zunahme der Verkehrsunfälle mit Alkoholeinfluss um 7 auf 183 Fälle setzte sich die leicht zunehmende Tendenz der vergangenen Jahre fort. Dazu beigetragen hat hauptsächlich der Anstieg der Verkehrsunfälle, bei denen die Lenker einen Alkoholgehalt zwischen 0.50‰ und 1.99‰ hatten. Die Zahl der Verunfallten bei Verkehrsunfällen mit Alkoholeinfluss nahm von 77 auf 91 Verunfallte zu. Somit war bezogen auf die Gesamtzahlen bei jedem 8. Verkehrsunfall und bei jedem 10.
> Verkehrsunfallstatistik 2009 [PDF]

von links nach rechts: Christoph Naef, Leiter Hauptabteilung Verkehrssicherheit, Martin Grob, Leiter Hauptabteilung Kriminalitätsbekämpfung Daniel Blumer, Kommandant Polizei Basel-Landschaft Sabine Pegoraro, Sicherheitsdirektorin des Kantons Basel-Landschaft |






