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163 - Liestal/Ganzer Kanton BL: Polizei warnt vor unseriösen Handwerkern

19.03.2013
Dieser Tage, wenn der Frühling naht, mehren sich erfahrungsgemäss die Meldungen bezüglich unseriösen Handwerkern, welche zu überrissenen Preisen im Privatbereich Arbeiten erledigen oder zum Beispiel einen privaten Parkplatz reinigen oder teeren wollen. Zudem sind Verkäufer unterwegs, welche versuchen, zu überrissenen Preisen etwelche Haushaltartikel (unter anderem Pfannen, aber auch Werkzeug) zu verkaufen. Die Polizei warnt vor solchen häufig sehr aufdringlichen Handwerkern.

Das Phänomen ist aus den vergangenen Jahren bekannt. Nach der persönlichen oder telefonischen Kontaktaufnahme verlangen diese Handwerker einen völlig überrissenen Preis für eine qualitativ schlechte Gegenleistung, welche einen solchen Preis nie rechtfertigt. Den neusten Fall gab es am Montag, 18. März 2013, in Muttenz BL. Dabei reinigten zwei unbekannte Männer den Vorplatz einer Liegenschaft mit Javel-Wasser und einigten sich mit der 80-jährigen Hausbesitzerin auf eine Bezahlung von 3600 Franken.

Die Polizei Basel-Landschaft warnt vor solchen unseriösen, dubiosen Handwerkern, welche möglicherweise auch in den kommenden Tagen und Wochen im Kanton Basel-Landschaft unterwegs sind und bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit. Die unbekannten Täter wenden sich mit Vorliebe an ältere Menschen.

Das Vorgehen ist immer ähnlich: Unbekannte Personen - meistens Männer - bieten mit Vorliebe älteren Menschen in Einfamilienhäusern ihre angeblich "guten Dienste" an. Sie wollen Vorplätze und Dächer von Winterschmutz befreien, meistens mit Hilfe von Hochdruckreinigern oder ähnlichen Geräten.

Diese unseriösen Handwerker sind meistens sehr aufdringlich und drängen ihre Kunden im Voraus zur Vereinbarung eines Pauschalpreises, der in den meisten Fällen schon sehr hoch ist. Für die Reinigung eines Vorplatzes werden häufig Beträge von 1000 bis 2000 Franken verlangt und in der Folge führen angebliche "Probleme" sogar noch zu einer Verteuerung, so dass plötzlich 3500 bis 4000 Franken verlangt werden.

Bekannt sind auch Fälle, in welchen ein Arbeiter mit einem Hausbesitzer verhandelt, einen grosszügigen Rabatt verspricht und gleichzeitig eine weitere Person bereits damit beginnt, Arbeitsgeräte ab einem Lieferwagen abzuladen und mit der Arbeit schon halbwegs beginnt. Auch so wird versucht, die potentielle Kundschaft unter Druck zu setzen.

Diese unseriösen Handwerker legen Wert auf Barzahlung, Quittungen werden nur sehr ungern ausgestellt.

Die Polizei Basel-Landschaft geht davon aus, dass sich solche Begebenheiten in den kommenden Tagen und Wochen häufen, bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit und empfiehlt die folgenden Vorsichtsmassnahmen:

  • Sich nie unter Druck setzen lassen, Offerten in Ruhe prüfen und eine Bedenkzeit verlangen (die verlangten Preise grenzen an Wucher). Allenfalls Konkurrenzofferten einholen.
  • Sich auf keinen Fall zu einem übereilten Vertragsabschluss drängen lassen (auch nicht mündlich)
  • Jegliche Druckversuche ignorieren
  • Aufsässige Arbeiter entschlossen wegweisen
  • Keine Vorauszahlungen oder Nachzahlungen leisten
  • Bei verdächtigen Wahrnehmungen umgehend die Polizei informieren, allenfalls auch via Notruf 117 oder 112

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