Menschenhandel

Menschenhandel ist auch in der Schweiz eine Realität. Melden Sie Verdachtsfälle.

Menschen anwerben, vermitteln und anbieten, indem man täuscht, zwingt, droht oder nötigt: All dies meint der Begriff «Menschenhandel». Zweck ist dabei sexuelle Ausbeutung, Ausbeutung der Arbeitskraft oder Entnahme von Organen.

Auch in der Schweiz kommt Menschenhandel vor: Sie ist Ziel- und Transitland. Meistens geht es um die sexuelle Ausbeutung von Frauen. Auch die Ausbeutung der Arbeitskraft von Frauen, Männern und Kindern kommt vor. Im Fokus stehen Prostitution, Care-Arbeit und Zwangsheirat. Menschenhandel zum Zweck des illegalen Organhandels ist in der Schweiz bisher nicht bekannt.

Ein neueres Phänomen sind die «Loverboys». Oft selbst noch Teenager, spielen sie anfänglich den Verführer. Dann entpuppen sie sich als Zuhälter und Menschenhändler: Sie verkaufen die abhängig gemachten Jugendlichen oder ihre Dienste.

Menschenhandel verfolgen und Opfer schützen
Menschenhandel verletzt die grundlegendsten Menschenrechte (Recht auf Freiheit, physische und psychische Integrität). Er steht in der Schweiz unter Strafe.
 
Wer Verdacht schöpft, dass jemand von Menschenhandel betroffen sein könnte, kann helfen: Melden Sie den Fall bei der Meldestelle (auch anonym möglich) – per Online-Formular oder via Hotline 0840 212 212.

Oft sind Fachpersonen aus dem Gesundheitsbereich entscheidend, um Opfer von Menschenhandel zu identifizieren. Der Kanton Basel-Landschaft hat daher eine Checkliste erstellt - sie hilft bei der Erkennung von Betroffenen (siehe Leporello und Plakat).
Zudem verfügt der Kanton über einen Leitfaden zum Thema Menschenhandel. Ein Runder Tisch Menschenhandel tauscht sich regelmässig über die Umsetzung aus.