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Baugrundkarten
Baugrundklassenkarte Kanton Basel-Landschaft

Seit 7. August 2025 ist die Baugrundklassenkarte für das gesamte Baselbiet auf dem GeoView BL (Darstellungsdienst des Kantons BL) ersichtlich.
Was ist eine Baugrundklassenkarte?
Im Jahr 2025 hat die Universität Basel im Auftrag des Kantons Basel-Landschaft eine Baugrundklassenkarte erstellt. Diese Karte deckt das ganze Kantonsgebiet ab, ausser jenen Bereichen, für die bereits detailliertere Erdbebenuntersuchungen (sogenannte Erdbebenmikrozonierungen) vorliegen. Die Erdbebenmikrozonierung wird derzeit überarbeitet und steht zu einem späteren Zeitpunkt auch zur Verfügung.
Eine Baugrundklassenkarte dient als Hinweiskarte und Entscheidungshilfe, indem sie eine erste Einschätzung der lokalen Bodenverhältnisse im Hinblick auf Erdbebeneinwirkungen ermöglicht. Sie hat keine rechtliche Verbindlichkeit. Sie bietet eine Orientierung für Bauherren, Ingenieure und Behörden, insbesondere in Gebieten, in denen noch keine detaillierten Standortuntersuchungen, wie beispielsweise eine Erdbebenmikrozonierung, vorliegen. Als wesentliches Werkzeug bei der Bauplanung unterstützt sie die Bewertung der lokalen Erdbebengefährdung.
Aufbau der Baugrundklassenkarte
Die Karte teilt den Baugrund in sechs Klassen (A bis F) ein. Diese Einteilung basiert auf der Schweizer Norm SIA 261, die 2003 eingeführt und 2020 revidiert wurde. Diese gibt vor, welche Einwirkungen beim Bau zu berücksichtigen sind – unter anderem auch durch Erdbeben. 2004 hat der Bund einheitliche Richtlinien zur Erstellung solcher Karten veröffentlicht und diese 2016 überarbeitet. Der neue Leitfaden beschreibt, wie Baugrundklassenkarten nach einem einheitlichen Verfahren und auf Basis geologischer, geotechnischer und seismischer Daten erstellt werden sollen. Als kantonale Anpassung gegenüber der genannten Norm wurden allen Gebieten mit felsähnlichen Eigenschaften (Klasse A) nach Abstimmung mit den Experten (BAFU und SED) der Klasse B zugewiesen.
Massstab und Datengrundlage
Die Baugrundklassenkarte ist auf eine Darstellung im Massstab 1:25'000 oder gröber ausgelegt. Die zugrunde liegenden Daten – sowohl analoge als auch digitale – wurden passend zu diesem Massstab ausgewertet. Sehr kleine Zonen (unter etwa 625 Quadratmetern) wurden mit angrenzenden Flächen zusammengelegt, es sei denn, es handelte sich um spezielle Strukturen wie Dolinen (natürliche Senken) oder künstliche Auffüllungen – diese wurden einzeln berücksichtigt.
Die Baugrundklassen wurden unabhängig von amtlichen Grenzen und raumplanerischen Abgrenzungen beurteilt. Sie basieren nur auf Informationen zur Geologie und Aufzeichnungen zu künstlichen Auffüllungen.
Der Schlussbericht der Universität Basel ist mittels folgendem Link abrufbar.