Informationen für Unternehmen

Aktuelle Versorgungslage

Die Energieversorgung der Schweiz ist derzeit gesichert. Da aktuell die Gaslieferungen von Russland in den Westen stark eingeschränkt sind, ist die Versorgung mit Gas angespannt. 

Der Bund analysiert die Lage laufend aufmerksam und kann bei Bedarf schnell Entscheidungen treffen. Die aktuelle Situation wird auf der Webseite Versorgungslage des Bundes beschrieben. Die wichtigsten Kennzahlen zur aktuellen Energieversorgungssituation der Schweiz liefert das Energie-Dashboard des Bundesamts für Energie. 

Mögliche Massnahmen bei einer Energiemangellage

Der Bund analysiert die allgemeine Versorgungslage der Schweiz regelmässig. Aktuelle Informationen über die möglichen Massnahmen bei einer Energiemangellage sind auf der folgenden Webseite aufrufbar:

Energiekrise

Energie sparen

Der Bundesrat hat beschlossen, dass sich die Schweiz für das Winterhalbjahr beim Gas ein freiwilliges Sparziel von 15% setzen soll. Zudem hat der Bund seine Sparkampagne mit dem Slogan «Energie ist knapp. Verschwenden wir sie nicht.» lanciert. Sie zeigt, wie Bevölkerung und Wirtschaft mit einfach umsetzbaren Tipps Energie sparen können. Ziel ist, dass sich möglichst viele freiwillig daran beteiligen und dazu beitragen, dass die Schweiz gar nicht erst in eine Energiemangellage kommt.

In jedem Unternehmen schlummert Energiesparpotenzial, das je nach Branche unterschiedlich hoch ausfällt. Unterziehen Sie Ihre Firma einer fachmännischen Betriebsoptimierung (BO) und sparen Sie mit einfachen Massnahmen schon zehn bis 15 % an Energiekosten ein.

1. Radiatoren entlüften

Entlüften Sie im Herbst die Radiatoren, wenn sie blubbern, gluckern oder pfeifen und nur teilweise warm werden. Unabhängig davon sollten Radiatoren alle drei Jahre entlüftet werden. Die Heizung arbeitet dadurch wieder effizient und verbraucht weniger Energie.

2. Betriebszeiten anpassen 

Abgestandene Luft in den Räumlichkeiten ist Anzeichen einer nicht optimal eingestellten Lüftung. Passen Sie die Betriebszeiten der effektiven Raumnutzung an und reduzieren Sie die Leistung zu ungenutzten Zeiten oder schalten Sie die Lüftung gleich ganz aus. Schalten Sie die Lüftung täglich von 20 Uhr bis 6 Uhr aus, sinkt deren Energieverbrauch um bis zu 40 %.

3. Kühl- und Tiefkühlmöbel schliessen 

Ausserhalb der Öffnungszeiten sollten Kühlmöbel konsequent geschlossen werden. Dafür eignen sich Nachtrollos, Abdeckungen oder Glastüren. So bleibt die Kälte in den Möbeln und Sie vermeiden unerwünschte Temperaturschwankungen. Stellen Sie sicher, dass alle Kühl- und Tiefkühlmöbel wie Vitrinen, Regale, Stolper- respektive Aktionstruhen ausserhalb der Öffnungszeiten (in der Nacht, am Wochenende) geschlossen sind.

4. Lecks in Druckluftnetz beseitigen 

Auch in einem regelmässig gewarteten Druckluftnetz gehen oft 25 bis 60 % der Luft über Leckagen verloren. Überprüfen Sie das Druckluft-Leitungssystem jährlich auf Leckagen, kennzeichnen Sie die Stellen und dichten Sie alle ab.

5. Leuchtstoff-Lampen ersetzen

Der Unterhalt einer älteren Beleuchtung mit Leuchtstoff-Lampen (Fluoreszenz- oder FL-Lampen) ist wartungsintensiv. Prüfen Sie in Räumen mit langen Nutzungszeiten, ob sich kurzfristig ein Ersatz der FL-Lampen durch LED-Tubes lohnt. Planen Sie langfristig am besten mit einer neuen, energiesparenden Beleuchtungsanlage.

Weitere Spartipps finden Sie hier.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Antworten auf häufig gestellte Fragen von Unternehmen und Organisationen rund um das Thema Energiemangellage. 

Es gilt zu unterscheiden zwischen Notstromaggregaten mit hoher Leistung, zum Teil fest installiert, die vor allem im gewerblichen Bereich eingesetzt werden (1) und kleinen Notstromaggregaten «Baumarktgeräte» für den privaten Bereich (2).

(1) Der Kanton begrüsst es, wenn Betreiber von funktionsrelevanter Infrastruktur Vorkehrungen treffen, um eine Strommangellage zu bewältigen. Ob ein Notstromaggregat im Einzelfall erforderlich ist, muss der Betreiber entscheiden. Notstromaggregate müssen die gesetzlichen Bestimmungen der eidgenössischen Luftreinhalte-Verordnung (LRV) und die Massnahmenplan-Verordnung BL (VVESA) einhalten. Im Kanton Basel-Landschaft ist der Einsatz von Notstromaggregaten nur bei Ausfall des Stromnetzes und auf 30 Stunden pro Jahr limitiert. Eine Verwendung zur wirtschaftlichen Optimierung ist grundsätzlich untersagt.

(2) Der Einsatz kleiner Notstromaggregate («Baumarktgeräte») ist grundsätzlich nur im Aussenbereich möglich. Aufgrund der Lärm- und Schadstoffemissionen ist ihr Einsatz zur Überbrückung eines Netzausfalls im privaten Bereich sorgfältig zu überprüfen.

Weitere Ergänzungen finden Sie hier 

Vorbereitungsmassnahmen und Verhaltenshinweise

Vorbereitungsmassnahmen auf eine Strommangellage sind Teil des Risikomanagements/Business Continuity Managements des jeweiligen Unternehmens. Unternehmen wird empfohlen, die kritischen Geschäftsprozesse zu identifizieren und analysieren, Schutzziele zu definieren, Massnahmen daraus abzuleiten und deren Wirksamkeit zu überprüfen. 

Hilfestellung leistet der Stromratgeber unter www.energieschweiz.ch.

Auf der Seite des Bundesamtes für wirtschaftliche Landesversorgung BWL finden Sie Vorbereitungsmassnahmen und Verhaltenshinweise.

Handbuch für die betriebliche Vorsorge

Der Kanton Basel-Landschaft unterstützt die Unternehmen mit einem neuen Handbuch bei der Vorsorge auf eine mögliche Energiemangellage. Das Handbuch bietet eine Hilfestellung bei den technischen und organisatorischen Vorkehrungen, die dabei getroffen werden können. Der Hauptfokus liegt auf den konkreten innerbetrieblichen Massnahmen, mit denen sich Unternehmen, insbesondere kleinere und mittlere (KMU), Organisationen und auch Gemeinden auf eine mögliche Energiemangellage vorbereiten und einen allfälligen Schaden minimieren können. Das vorliegende Handbuch ist in enger Abstimmung mit der Standortförderung Baselland, den regionalen Wirtschaftsverbänden und den ansässigen Energieunternehmen entstanden, die sich bereits intensiv mit dem Thema Energiemangellage befasst haben. 

Handbuch für die betriebliche Vorsorge (PDF)