Breites Testen oder Selbsttests?

Die Selbsttests, welche in Schweizer Apotheken bezogen werden können, sind eine gute Ergänzung, um sich kurzfristig zu testen. Die Genauigkeit von Selbsttests ist aber deutlich tiefer als von Tests auf PCR-Basis und höchstens die Hälfte der positiven Fälle werden erkannt. Es ist also möglich, dass Sie trotz negativem Selbsttestresultat mit dem Coronavirus infiziert sind und das Virus weitergeben, denn ein Selbsttest schlägt nur an, wenn die getestete Person eine hohe Viruslast hat. 

Die Selbsttests eignen sich aus diesem Grund vor einem geplanten Treffen von nicht besonders gefährdeten Personen (z.B. Grillabend, Sportanlass) und sollten möglichst kurz vor dem geplanten Anlass erfolgen. Ein positiver Test sollte nicht wiederholt werden in der Hoffnung, dass der folgende Test negativ ist. Ein positives Testresultat bleibt positiv bis zur Bestätigung mittels PCR-Test.

Hingegen ist in folgenden Situationen ein Selbsttest nicht empfehlenswert:

  • Wenn Sie Symptome des Coronavirus haben
  • Wenn Sie Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten
  • Wenn Sie sich in Quarantäne befinden und sich "freitesten" wollen
  • Wenn Sie sich im Umfeld von besonders gefährdeten Personen aufhalten möchten
  • Wenn Sie für eine Reise ein negatives Testresultat benötigen 

Aus den oben genannten Gründen ersetzen die Selbsttests auch nicht das Programm «Breites Testen Baselland». Beim «Breiten Testen Baselland» sind die Tests auf PCR-Basis und damit deutlich genauer als die Selbsttests. Ein Test auf PCR-Basis reagiert somit auch bei einer geringeren Virenlast im Körper, welche aber reicht, um andere Personen anzustecken. Dieser Test erkennt somit auch sehr frühe Infektionen, wenn das Ansteckungsrisiko noch sehr gering ist. Mit «Breites Testen Baselland» werden Personen ohne Symptome einmal wöchentlich auf PCR-Basis getestet. Durch dieses Programm können virustragende Personen frühzeitig identifiziert werden und sich isolieren. Damit werden mögliche Infektionsketten frühzeitig unterbrochen, besonders gefährdete Personen geschützt und Ausbrüche verhindert. Diese repetitiven Testungen sind vor allem im Umfeld von besonders gefährdeten Personen (z.B. in Alters- und Pflegeheimen, Spitälern sowie sozialmedizinischen Institutionen) und in Umgebungen, in der Menschen in Gruppen regelmässig zusammenkommen (z.B. in Schulen, Unternehmen) sinnvoll.