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Lernprogramme
Auf diesen Seiten finden Sie einen Überblick über die Lernprogramme gegen häusliche Gewalt sowie gegen sexualisierte Gewalt im Kanton Basel-Landschaft. Beschrieben werden Zielgruppen, Inhalte und Ziele der Programme, die teilnehmende Personen dabei unterstützen, ihr gewalttätiges Verhalten zu reflektieren, Verantwortung zu übernehmen und gewaltfreie Handlungsweisen zu entwickeln – mit besonderem Fokus auf Prävention, Opferschutz und nachhaltige Verhaltensänderung.
Lernprogramme gegen häusliche Gewalt
Um sich zuhause durchzusetzen …
- schreien, beleidigen oder drohen Sie?
- zerstören Sie Gegenstände?
- greifen Sie Ihre Angehörigen körperlich an und verletzen Sie?
- versetzen Sie Ihre Familie in Angst und vergiften das Klima zuhause?
- zeigen Sie die kalte Schulter, reden tagelang nicht mehr und ziehen sich zurück?
Kennen Sie das?
Gewalt macht krank! Machen Sie den ersten Schritt in eine gewaltfreie Zukunft!
Das Lernprogramm BL/BS für Männer wird seit 2002 in Form von wöchentlichen Gruppentrainings angeboten. Die Kursleitung liegt in der Hand von PsychologInnen und GewaltberaterInnen, die jeweils als gemischtgeschlechtliches Team die Teilnehmer zu gewaltfreiem Handeln anleiten. > Flyer Lernprogramm Männer
Das Lernprogramm BL für Frauen findet seit Juli 2020 im Einzelsetting statt und wird von einer fachlich qualifizierten Kursleiterin durchgeführt. > Flyer Lernprogramm Frauen
Das Lernprogramm BL für fremdsprachige Frauen und Männer findet seit Juli 2021 im Einzelsetting statt und wird von fachlich qualifizierten Kursleitenden der "Mulitkulturellen Suchtberatung beider Basel (MUSUB)" in der jeweiligen Herkunftssprache durchgeführt. > Flyer Lernprogramm für fremdsprachige Frauen und Männer
Die Teilnehmenden werden durch eine Behörde/Institution zugewiesen oder melden sich selbst. Die Interventionsstelle entscheidet über die Aufnahme. > Übermittlungsformular für Soz. Institutionen
Selbstmelder können sich direkt bei der Interventionsstelle informieren oder anmelden.
Links:
- Standards Lernprogramm Häusliche Gewalt März 2022
- Evaluationsbericht Lernprogramm gegen häusliche Gewalt 2016-2017
- Strafuntersuchung - Zuweisungsmöglichkeiten (PDF)
- Lernprogramm gegen häusliche Gewalt, Gruppensetting Statistik 2025 (PDF)
- Lernprogramm gegen häusliche Gewalt, Einzelsetting Statistik 2025 (PDF)
Lernprogramm gegen sexualisierte Gewalt
Täterarbeit als Opferschutz
Im Kanton BL werden seit Januar 2025 Lernprogramme gegen sexualisierte Gewalt angeboten.
Das strukturierte verhaltensorientierte Programm soll sexuelle Grenzüberschreitungen dauerhaft einstellen und damit zur Rückfallprävention beitragen. Der Einsatz gegen sexualisierte Gewalt ist ein weiterer Schritt in der Umsetzung der Istanbul-Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.
Das Lernprogramm gegen sexualisierte Gewalt richtet sich an Personen, die sexualisierte Gewalt gegen Andere anwenden oder angewendet haben. Das Angebot ist eine Ergänzung zum Lernprogramm gegen häusliche Gewalt. Es richtet sich an Tatpersonen, welche in sexuellen Beziehungen oder Begegnungen, beispielsweise in der Öffentlichkeit, im Ausgang, im Bekanntenkreis oder am Arbeitsplatz sexuell übergriffig waren.
Durchgeführt wird das Programm im Einzelsetting unter Anleitung einer fachlich qualifizierten Kursleitung.
Haben Sie in sexuellen Beziehungen Grenzen überschritten?
Die Teilnehmenden werden angeleitet, Verantwortung für ihr sexualisiertes und gewalttätiges Verhalten zu übernehmen. Dazu setzen sie sich mit dem eigenen übergriffigen Verhalten und den daraus entstandenen Folgen für die betroffenen Personen auseinander. Die Teilnehmenden lernen, welche individuellen Haltungen und gewaltlegitimierenden Männlichkeitsvorstellungen der ausgeübten sexualisierten Gewalt zugrunde liegen und Grenzen in sexuellen Beziehungen künftig wahrzunehmen und zu achten.
Haben Sie sexuelle Beziehungen ohne Konsens?
Konsens, die Einvernehmlichkeit, ist in sexuellen Beziehungen zentral. Die Teilnehmenden werden geschult, gleichberechtigt und respektvoll zu kommunizieren und zu handeln. Mittels angeleiteter Übungen lernen die Teilnehmenden die Selbstwahrnehmung zu verbessern und Empathie zu entwickeln. Rollenbilder, Haltungen und Handlungen werden kritisch reflektiert. Ziel ist, dass Rechtfertigungen und Bagatellisierungen sexualisierter Gewalt abnehmen und alternative, gewaltfreie Verhaltensweisen eingeübt und umgesetzt werden. Die gelernten Erkenntnisse sind Voraussetzung für den geforderten zukünftigen Verzicht auf sexualisierte Gewaltanwendung. Rückfallprävention und Opferschutz stehen im Zentrum des neuen Lernprogramms, das von der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt entwickelt und durchgeführt wird.
Information und Anmeldung zu den Lernprogrammen
Tel. 061 552 62 38 oder
Email: [email protected]