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Informationen zur Interventionsstelle

Entstehung

1997 belegte eine Dunkelfeldstudie (Gillioz Lucienne et.al 1997), dass im Verlauf ihres Lebens 20% aller Frauen körperliche und/oder sexuelle Gewalt durch einen Partner erleben. Wird auch psychische Gewalt berücksichtigt, steigt die Zahl der betroffenen Frauen auf 40%. Aufgrund dieser hohen Zahlen erteilte der Regierungsrat Baselland einer interdisziplinären Arbeitsgruppe den Auftrag, allfälligen Handlungsbedarf zu orten. In einem Bericht wurden 1998 Massnahmen vorgeschlagen, u.a. die Schaffung der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und die Weiterführung der Arbeitsgruppe. Seit 2001 ist die Interventionsstelle auch für die Durchführung des Lernprogramms gegen häusliche Gewalt zuständig.

Erarbeitung und Einführung von Gesetzesneuerungen

Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder ist eine uralte, aber sehr tabuisierte Form von Machtmissbrauch, weshalb es auch darum geht, Gesetzeslücken festzustellen und zu schliessen. Seit Ende der 90er Jahre sind diverse kantonale und nationale Gesetze gegen häusliche Gewalt entstanden. So gelten seit 2004 diverse Straftaten im Kontext von Partnergewalt als Offizialdelikte (Art. 55a StGB) und im Zivilgesetz wurde 2007 eine Ergänzung zum Schutz vor Gewalt, Drohungen oder Nachstellung eingeführt (Art. 28b ZGB). Ein wichtiges kantonales Instrument ist die ‚polizeiliche Wegweisung‘ als Schutzmassnahme bei häuslicher Gewalt (seit 1.7.2006 Polizeigesetz BL).

Die Interventionsstelle sorgt dafür, dass Gesetzesänderungen im Bereich der häuslichen Gewalt sorgfältig begleitet, eingeführt und nach Möglichkeit ausgewertet werden.

Arbeitsgruppe Häusliche Gewalt (AGHG)

Die Interventionsstelle präsidiert die regierungsrätliche Kommission Arbeitsgruppe Häusliche Gewalt Baselland. Als Kooperationsgremium gewährleistet die AGHG den bereichs- und stellenübergreifenden Austausch. Die AGHG stellt die Vernetzung im Kanton sicher und sorgt für eine gemeinsame Ausrichtung und Optimierung der Massnahmen im Kampf gegen häusliche Gewalt.

Vertretene Behörden, Beratungsstellen, Institutionen:

Polizei, Staatsanwaltschaft, Straf- und Zwangsmassnahmengericht, Zivilkreisgerichte, Amt für Migration, Fachbereich Integration, Gleichstellung für Frauen und Männer, Beratungsstelle für gewaltausübende Personen, Ausländerdienst, Opferhilfe beider Basel, Frauenhaus Region Basel, Blaues Kreuz Fachstelle Alkohol und Sucht, Psychiatrie, Kantonsspital, Hausarztpraxis

Weitere Informationen.

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