Schutzschirm

Allgemeine Information

Für Publikumsveranstaltungen von überkantonaler Bedeutung hat der Bund einen Schutzschirm (Ersatz der ungedeckten Kosten) eingeführt, falls diese aufgrund einer behördlichen Anordnung wegen der Covid-19-Pandemie abgesagt, verschoben oder stark reduziert durchgeführt werden müssen. In Abweichung zu den Bestimmungen des Bundes kann die Unterstellung unter den Baselbieter Schutzschirm für Veranstaltungen erfolgen, welche für mehr als 5000 Personen konzipiert sind und ab dem 20. August 2021 stattfinden.

Veranstalter, welche sich dem Schutzschirm unterstellen, müssen zunächst folgende Kriterien erfüllen:

  • Die Veranstaltung findet im Kanton Basel-Landschaft statt und die epidemiologischen Bedingungen zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung lassen die Veranstaltung zu.
  • Die Veranstaltung ist ein öffentlich zugänglicher Publikumsanlass und für mehr als 5'000 Personen pro Tag oder als mehrtägige Veranstaltung für mindestens 1'000 Personen pro Tag und gesamthaft mind. 5'000 Personen konzipiert.
  • Das Veranstaltungsunternehmen hat die Rechtsform eines Einzelunternehmens, einer Personengesellschaft oder einer juristischen Person mit Sitz in der Schweiz und verfügt über eine Unternehmens-Identifikationsnummer (UID-Nummer).
  • Die Veranstaltung findet frühestens ab dem 20. August 2021 und spätestens am 31. Dezember 2022 statt (späteste Gesuchseinreichung: 31. Oktober 2022).
  • Die Veranstaltung muss eine überkantonale Bedeutung haben (angesprochener Besucherkreis geht über den Kanton hinaus) und nachweisen, dass sie kostendeckend durchgeführt werden könnte und alle Vorkehrungen zur Schadensminderung getroffen worden sind.
  • Es sind keine Auschlusskriterien gemäss Covid-Verordnung Publikumsanlässe vorhanden. 

Veranstalter, welche diese Kriterien erfüllen, richten ein Gesuch mit folgenden Unterlagen an grossveranstaltungen[email protected]:

  • eine Beschreibung der Veranstaltung, insbesondere Thema, Datum und Dauer, Ort, geplante Anzahl Personen sowie Begründung, inwiefern der Kreis der Besucherinnen und Besucher oder der Teilnehmenden über den Kanton hinausgeht, in dem die Veranstaltung stattfindet
  • UID-Nummer
  • die budgetierten Einnahmen und Ausgaben, welche die Kostendeckung belegen (Budget)
  • einen Ausweis über budgetierte staatliche Beiträge und über allfällige Härtefallhilfen
  • die Vorkehrungen zur Schadensminderung
  • Bestätigung, dass die bezahlten Eintritte bei einer Absage vollumfänglich rückerstattet werden (d.h. die Erhebung einer Bearbeitungsgebühr ist bei einer vollumfänglichen Rückerstattung nicht zulässig)
  • Kopie des Abschlusses branchenüblicher Versicherungen und Stornierungsvereinbarungen 
  • Bestätigung, dass das Unternehmen am letzten Bilanzstichtag nicht überschuldet war oder eine damalige Überschuldung seither nachweislich beseitigt hat (als Beleg kann z.B. die Bilanz des letzten Geschäftsjahres eingereicht werden)
  • Bestätigung, dass sich das Unternehmen im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung nicht in einem Konkurs- oder Nachlassverfahren oder in Liquidation befindet und dass gegen das Unternehmen kein rechtskräftiger Entscheid wegen Missbrauchs von Covid-19-Finanzhilfen vorliegt

Das Unternehmen ist verpflichtet, der zuständigen Behörde alle für die Beurteilung des Gesuchs notwendigen Informationen zu liefern.

Unterstützungsleistung

Muss eine Veranstaltung aufgrund der Covid-19-Epidemie abgesagt oder verschoben werden oder kann sie nur reduziert durchgeführt werden (mind. 30% Reduktion der Personenanzahl), kann ein das Veranstaltungsunternehmen, dass dem Schutzschirm unterstellt ist, ein Gesuch um Auszahlung der Unterstützungsleistung stellen. Das Gesuch richten sie bitte wiederum an [email protected]

Die Leistung des Kantons an das Veranstaltungsunternehmen bemisst sich nach den ungedeckten Kosten. Diese umfassen die effektiven Ausgaben, die in direktem Zusammenhang mit der Veranstaltung stehen, abzüglich der effektiven Einnahmen. Zu den Einnahmen zählen auch Subventionen oder Entschädigungen der öffentlichen Hand, inkl. Kultur- und Sportunterstützungen und Beiträge aus dem Swisslos-Fonds. Bei einer Absage der Veranstaltung müssen die ungedeckten Kosten mittels folgender Unterlagen belegt werden:

  • Rechnungsabschluss der Veranstaltung mit Ausgaben und Einnahmen;
  • Nachweis über die Rückerstattung der Ticketeinnahmen;
  • Ausweis über Beiträge der öffentlichen Hand 
  • Ausweis über die Massnahmen, die zur Schadensminderung ergriffen wurden.

Ein allenfalls entgangener Gewinn wird nicht entschädigt. Das Veranstaltungsunternehmen trägt pro Veranstaltung von den ungedeckten Kosten eine Franchise von 5000 Franken und vom verbleibenden Betrag einen Selbstbehalt von 10 Prozent.
Die Kostenübernahme des Kantons beträgt pro Veranstaltung höchstens 5 Millionen Franken.