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aktuell: Eichenhain Wildenstein

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Arbeiten im Eichenhain von Wildenstein

Wer aus dem Kanton Baselland kennt es nicht, das faszinierende Naherholungsgebiet rund um das Schloss Wildenstein? Das Spezielle an diesem etwas mehr als einen Quadratkilometer grossen Naturschutzgebiet ist der mehrere hundert Jahre alte Eichenhain mit seinen knorrigen Bäumen. Vom Bund wurde dieser einmalige Flecken als Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung eingestuft. Das Gebiet rund um das Schloss wurde 1994 vom Kanton erworben und anschliessend unter Naturschutz gestellt.

Eichen gehören heute zu den ökologisch wertvollsten Bäumen. Im Holz, in der Rinde, am Laub, an Knospen und Früchten, in der Erde und der darauf wachsenden Wiese leben über 1000 Arten Vögel, Insekten und andere Kleintiere.

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Bewirtschaftung des Waldes

Und was hat dies nun mit dem Massnahmenzentrum für junge Erwachsene Arxhof zu tun? Der Forstbetrieb des Massnahmen-zentrums bewirtschaftet diese Waldungen des Schlossguts Wildenstein im Auftrag des Amts für Wald beider Basel und der Abteilung Natur & Landschaft des Ebenrain-Zentrums für Landwirtschaft, Natur und Ernährung. Dies ist eine Ehre und Verpflichtung. Für das Gebiet bestehen ein Nutzungs- und Pflegekonzept, das übergeordnet Ziele der Förderung und Erhaltung dieses einmaligen Gebietes auflistet, sowie eine Verordnung über das Naturschutzgebiet «Wildenstein». Das Team des Forstbetriebs Arxhof hat über die Jahre hinweg die Kernkompetenz des nachhaltigen, ökologischen Bewirtschaftens des Waldes stetig weiterentwickelt. Dadurch trägt der Betrieb zum Erhalt der ökologischen, landschaftlichen und kulturellen Bedeutung des Gebietes bei.

Auch   arbeitsagogisch hat die Forstarbeit im bedeutenden Eichenhain einen guten   Nutzen. Die Eingewiesenen mit ausgeprägter dissozialer Risikoeigenschaft   und/oder Impulsivitätsstörung sind bei der Arbeit im Eichenhain sehr stark   auf sich konzentriert - mit hoher Achtsamkeit und Impulskontrolle. Es gelten klare bestimmte Regeln, die eingehalten werden müssen. Rücksichtsloses Durchsetzen eigener Interessen hat keinen Platz.

Forst konkret: Aufzucht der Eichen

Eine grosse Herausforderung stellt die Aufzucht der Eichen dar. Mykorrhiza   bezeichnet eine Form der Symbiose von Pilzen und Pflanzen, bei der ein Pilz   mit dem Feinwurzelsystem einer Pflanze in Kontakt steht. Die Mykorrhizapilze   liefern der Pflanze Nährsalze und Wasser und erhalten als Gegenleistung von der (grünen) Pflanze einen Teil der durch die Photosynthese erzeugten Glucose. Bei der Bepflanzung im Eichenhain hat man festgestellt, dass die gekauften Eichenjungpflanzen zu wenig oder sogar kein Mykorrhiza hatten und aus diesem Grund abstarben.

Eine Untersuchung mit Bodenproben zeigte dieses Resultat deutlich auf. Deshalb grub man nun Mykorrhiza im Eichenhain ein.

Heute sind wir so weit, dass wir   von den stabilsten Eichen die Eicheln (Früchte) einsammeln und diese selber   im Gewächshaus des Gartenbaus im Massnahmenzentrum aufziehen. Dabei vermischen   wir die Erde mit Mykorrhizapilzen und erzeugen so ein optimales Pflanzenwachstum.

Die Eingewiesenen des fit4job-Programms konnten diese Jungpflanzen umtopfen. Die Lernenden des Forstbetriebes pflanzten diese dann im Oktober im Eichenhain aus.

A propos Schlossgut Wildenstein...

Der Gartenbaubetrieb pflegt seit Jahren im Auftrag der Bau- und Umweltschutzdirektion mit viel Liebe zum Detail den französischen Schlossgarten. Bei den Lernenden ist dies eine sehr beliebte Aufgabe, die mit viel Respekt zur Anlage realisiert wird.

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Gartenanlage Schloss Wildenstein

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