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Zwei gute Jahresabschlüsse in Folge

Der Kanton Basel-Landschaft ist für die Zukunft gewappnet: Finanzdirektor Anton Lauber und Finanzverwalter Tobias Beljean haben für das Jahr 2018 einen guten Rechnungsabschluss vorlegt, der mit einem Überschuss von 56 Mio. Franken deutlich über dem budgetierten kleinen Gewinn von 3 Mio. Franken liegt. Das gute Resultat bestätigt nicht nur den Wechsel in die schwarzen Zahlen vom letzten Jahr. Dank der erfreulichen Entwicklung beim Eigenkapital und bei der Selbstfinanzierung steht das Baselbiet trotz der noch hohen Verschuldung auf solidem Grund.

Die wichtigsten Eckzahlen sind schnell genannt: Die Erfolgsrechnung des Kantons weist für 2018 einen Gewinn von 55,5 Mio. Franken aus. Beim operativen Ergebnis liegt der Überschuss sogar bei 166,6 Mio. Franken. Die Differenz dieser beiden Zahlen entspricht dem Abbau des Bilanzfehlbetrags, der aus der Reform der Basellandschaftlichen Pensionskasse stammt. Der Kanton hat 2018 – wie bereits im letzten Jahr – gleich eine doppelte Tranche in der Höhe von 111 Mio. Franken abgezahlt. Das Eigenkapital ist per Ende 2018 auf 605 Mio. Franken angewachsen und der Kanton hat 215,8 Mio. Franken in die Infrastruktur investiert.

Zweitbestes Ergebnis der letzten 15 Jahre
Anlässlich der Medienkonferenz zum Jahresbericht blickte Regierungsrat Anton Lauber auch ein paar Jahre zurück: „Wenn wir die letzten 15 Jahre betrachten, sehen wir, dass der Kanton in den Jahren 2003 und 2004 schon einmal rote Zahlen schrieb. Danach lief es etwas besser und ab 2009 wurde es dann richtig schwierig. Die Finanzkrise mit einer weltweiten Rezession, hohe Ausgaben in den Bereichen Gesundheit, Sozialwesen und Bildung und schliesslich der Fehlbetrag im Zusammenhang mit der Sanierung der Pensionskasse belasteten die Staatskasse massiv.“ Und Anton Lauber weiter: „2017 erfolgte der Turnaround, der nun mit dem Jahresabschluss 2018 und dem zweitbesten Ergebnis seit 15 Jahren bestätigt wird.“ Das beste Ergebnis erzielte der Kanton im Jahr 2017.

Disziplin auf der Ausgabenseite und positive Konjunktur
Der Finanzdirektor und sein Finanzverwalter hatten mit einem positiven Ergebnis gerechnet. „Zum einen führte die dynamische Wirtschaftsentwicklung zu einem deutlich höheren Fiskalertrag sowie einer doppelten Gewinnausschüttung durch die Schweizerische Nationalbank. Zum anderen hat die gesamte Verwaltung verantwortlich gearbeitet. Ausser drei Sonderfaktoren, also Aufwände, die nicht vorhersehbar und deshalb nicht budgetiert waren, lag der Personal-, Sach- und Transferaufwand um 35 Mio. Franken unter dem Budget“, erklärte Finanzverwalter Tobias Beljean.

Die Sonderfaktoren waren eine Rückstellung für die Sanierung der mit Arsen belasteten Deponie Elbisgraben, die einmalige Zahlung von 30 Mio. Franken an die Baselbieter Gemeinden zur Kompensation der Entlastung des Kantons bei den Ergänzungsleistungen als Folge der Volksabstimmung vom 4. März 2018 sowie eine Wertberichtigung bei der Beteiligung am Kantonsspital Baselland.

Besonders erfreulich sei die positive Entwicklung beim Selbstfinanzierungsgrad und beim Eigenkapital. „Da haben wir jetzt ein hervorragendes Polster. Das ist beruhigend für die Zukunft“, unterstrich Regierungsrat Anton Lauber.

Schulden abbauen und investieren
2017 konnte der Kanton Basel-Landschaft mit den finanzstärksten Kantonen mithalten und gehörte zu den Besten 5. „Das spornt an und macht ehrgeizig. Wir können uns als Wirtschaftsstandort und Wohnort gut positionieren“, sagte Anton Lauber dazu. Trotz des sehr guten Jahresabschlusses und der guten Prognosen sei Übermut jedoch fehl am Platz und viel eher leicht gedämpfte Freude angesagt. „Es ist nicht so viel Handlungsspielraum für Neues vorhanden, wie man es sich wünschen würde. Der Fussabdruck der mageren Jahre bleibt sichtbar. Die Nettoverschuldung ist mit knapp 10’000 Franken pro Kopf hoch. Damit liegen wir im schweizweiten Vergleich auf dem drittletzten Platz vor Basel und Genf.“ Der Abbau der Verschuldung hat Priorität.

Anton Lauber will aber auch in den kommenden Jahren im gewohnten Umfang von rund 200 Mio. Franken jährlich in die Weiterentwicklung des Kantons investieren. Aktuelle Schwerpunkte bilden die drei Cluster: Life Sciences auf dem Bachgraben in Allschwil, Berufsbildung auf dem Campus in Muttenz und Hochschulen auf dem Campus im Dreispitz in Münchenstein. Hier freute sich Anton Lauber besonders über den Neubau der Universität für die zwei grossen Fakultäten der Juristen und der Wirtschaftswissenschaften. Mit diesem Neubau wird der Kanton Basel-Landschaft zum Uni-Standort, zum Universitätskanton.

Der Blick in die Zukunft ist nicht ganz ungetrübt. Die Wirtschaftsentwicklung wird als weniger dynamisch eingeschätzt als sie noch vor wenigen Monaten vorhergesagt wurde. Zudem erwartet der Finanzdirektor Mehrbelastungen, welche der Kanton kurzfristig nicht steuern kann. „Auch mit schwarzen Zahlen ist es anspruchsvoll, Finanzdirektor zu sein“, meinte Regierungsrat Anton Lauber mit einem Lächeln. „Darum bleiben wir dran!“

Folienpräsentation
Jahresbericht 2018

Isabelle Pryce / 15.4.2019

Bild Legende:
Finanzdirektor Anton Lauber präsentiert den Jahresbericht 2018. Foto Jen Ries

Weitere Informationen.

Kontakt

Finanz- und Kirchendirektion
Finanzverwaltung
Rheinstrasse 33b
4410 Liestal

Tel.: 061 552 61 94

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