Vom Pult des Direktionsvorstehers / September 2021

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

In meiner letzten E-Mail «Vom Pult des Direktionsvorstehers» Anfang Juli habe ich Sie über drei Wechsel bei den Leitungen der Dienststellen informiert. In der Zwischenzeit ist klargeworden, dass es zu zwei weiteren Wechseln kommen wird. Martin Lüthy, seit neun Jahren Leiter des Personalamts, verlässt den Kanton Basel-Landschaft in diesen Tagen und zieht zum Kanton Zürich weiter. Ich danke Martin Lüthy bei dieser Gelegenheit herzlich für sein grosses Engagement und seine wertvolle Arbeit. Ich wünsche ihm für die Zukunft alles Gute!

Der zweite Wechsel hat mich Anfang September sehr traurig gestimmt. Sebastian Helmy, der Leiter des Kantonalen Sozialmtes, ist am 8. September im Laufe des Vormittags zuhause im Kreis seiner Familie friedlich eingeschlafen. Seine schwere Krankheit hat ihm keine Chance auf ein Überleben gelassen. Die beiden nachfolgenden Personen sind noch nicht definitiv bestimmt. Unmittelbar nach den Herbstferien werden die Nachfolgelösungen geregelt sein. Sie werden dann wieder von mir hören.

Bleiben wir gerade noch beim Infoheft. In der September-Ausgabe ist ein interessantes Interview mit Hanspeter Ryser, seit 2016 Gemeindepräsident von Oberwil und seit der Gründung Präsident der Region Leimental Plus, zu finden. Es geht in diesem Beitrag um die Bildung von Regionen im Kanton Basel-Landschaft. Hanspeter Ryser sagt dazu: «Ich denke, mittel- und langfristig ist es unvermeidbar, in Regionen zusammenzuarbeiten, und dafür einen rechtlichen Mantel zu haben. In unserer komplexen Welt gibt es die isolierte Betrachtung einer einzelnen Gemeinde nicht mehr». Das ganze Interview finden Sie hier (Seite14).

An der ersten Baselbieter Regionenkonferenz Ende Juni in Muttenz habe ich in die gleiche Richtung wie Hanspeter Ryser argumentiert. Die Regionen arbeiten im Moment eher im Hintergrund, aber sie funktionieren in einigen Teilen des Kantons schon recht gut. Für mich ist für die Entwicklung des Baselbiets zentral, dass mit den Regionen eine starke Gesprächs- und Entscheidungsplattform geschaffen wird, die sich mit dem Kanton auf Augenhöhe trifft. Die Regionen sollen für den Kanton zu einem wichtigen und zentralen Ansprechpartner werden. Denn Variabilität mit dem Faktor 86 ist fast nicht lösbar.

Noch in den Sommerschulferien habe ich zusammen mit Fabian Dinkel vom Kantonalen Sozialamt die erstmals formulierte kantonale Sozialhilfestrategie den Medien und der Öffentlichkeit präsentiert. Es handelt sich dabei um eine Gesamtbetrachtung des Themengebiets Sozialhilfe. Die umfassende Strategie wurde gemeinsam mit den Gemeinden erarbeitet. Sie bildet die Grundlage für eine wirksame, professionelle und faire Sozialhilfe. Mit den formulierten Massnahmen wird die Sozialhilfe im Kanton nachhaltig optimiert und die Betreuung der Betroffenen verbessert. Alle Unterlagen zur Medienkonferenz vom 9. August finden Sie hier.

Nur wenige Wochen später habe ich zusammen mit Steuerverwalter Peter Nefzger die Vermögenssteuerreform I lanciert. Die letzte Reform der Steuern im Bereich der natürlichen Personen liegt lange zurück. 2007 entlastete der Regierungsrat die Familien und Personen mit tiefen Einkommen. In der Zwischenzeit ist das Baselbiet sowohl bei den Einkommenssteuern als auch bei den Vermögenssteuern im nationalen Vergleich unattraktiv geworden. Nun geht der Regierungsrat den Handlungsbedarf an und präsentiert im Rahmen seiner neuen Steuerstrategie eine massvolle Reform der Vermögenssteuer. Ziel ist, den Anschluss an die Nachbarkantone wiederherzustellen und das Baselbiet als attraktiven Wohnort zu stärken. Schauen Sie sich das kurze Video zur Medienkonferenz vom 15. September an! Hier ist der Link dazu.

Am Mittwoch habe ich zusammen mit dem neuen Finanzverwalter Laurent Métraux den Aufgaben- und Finanzplan, kurz AFP, für die Jahre 2022–2025 vorgestellt. Der AFP weist in allen vier Jahren schwarze Zahlen aus: Im Budget 2022 ist ein Überschuss der Erfolgsrechnung von 9 Millionen Franken eingeplant (Budget 2021: -1,1 Millionen Franken). Für die drei Finanzplanjahre 2023–2025 rechnet der Regierungsrat mit Überschüssen von 17 Millionen Franken, 53 Millionen Franken und 82 Millionen Franken. Die dynamische Konjunktur und die höheren Gewinnausschüttungen der Schweizerischen Nationalbank machen dies möglich. Entscheidend ist aber auch, dass der Regierungsrat den finanziellen Handlungsspielraum zurückhaltend und mit Augenmass nutzt. Auch zur Finanzplanung können Sie alles hier nachlesen.

Jetzt können die Ferien kommen. In den nächsten zwei Wochen werde ich keine geschäftlichen Termine haben. Ich werde Durchatmen und Energie tanken für die dunklere und kältere Jahreszeit und an meiner Form in Sachen Jogging schleifen im Hinblick auf den Team-OL vom 24. Oktober.

Ich wünsche Ihnen schöne Ferien und goldige Herbsttage! Und ich freue mich auf das Wiedersehen Mitte Oktober!

Mit einem freundlichen Gruss
Toni Lauber

PS: Haben Sie eine Frage, einen Kritikpunkt, eine Idee oder ein Anliegen? Dann zögern Sie nicht, mich direkt zu kontaktieren.

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