Zwischenveranlagung wegen Erwerbsunterbruchs in den Jahren 1999/2000

Vermerk: Ungültig ab Steuerperiode 2001

Kurzmitteilung Nr. 345, 09.05.2001

Nach bisheriger Praxis musste ein Erwerbsunterbruch mindestens 2 Jahre andauern, damit eine Zwischenveranlagung vorgenommen werden konnte. Lediglich bei ausgewiesener Arbeitslosigkeit wurde das Erfordernis der Dauerhaftigkeit schon mit einem Jahr erfüllt.

Die Steuerrekurskommission stellte in einem Urteil vom 8. Dezember 2000 fest, dass wenn in den Jahren 1999 und 2000 ein Erwerbsunterbruch oder eine Arbeitslosigkeit von mehr als sechs Monaten vorliegen würde, eine Zwischenveranlagung durchzuführen sei.

Diese zeitliche Verkürzung der Dauerhaftigkeit bei der Zwischenveranlagung steht im Zusammenhang mit der Umstellung zur einjährigen Steuerperiode mit Gegenwartsbemessung. Sie stellt deshalb auch eine Ausnahmeregelung für Fälle in der Bemessungslücke dar, d.h. für Erwerbsunterbrüche und Arbeitslosigkeit in den Jahren 1999 und 2000. Dauern diese über 6 Monate an, so muss sowohl bei der Staats- und Gemeindesteuer als auch bei der direkten Bundessteuer eine Zwischenveranlagung vorgenommen werden.


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