Die steuerlichen Auswirkungen des neuen Aktienrechts

Kurzmitteilung Nr. 263, 22. August 1995

(Weisung)
An die Einschätzungsbeamten der Gemeinden und der kantonalen Steuerverwaltung


Beiliegend erhalten Sie das Kreisschreiben Nr. 25 der Eidg. Steuerverwaltung, welches im Detail über die steuerlichen Auswirkungen der Aktienrechtsreform orientiert.

Von besonderem Interesse ist dabei die steuerliche Behandlung des Rückkaufs von eigenen Aktien durch die Gesellschaft. Nach neuer Steuerpraxis müssen die von der Gesellschaft zurückgekauften eigenen Aktien innert 2 Jahren wieder veräussert werden, damit es beim privaten Aktionär keine steuerlichen Konsequenzen hat: Der beim Verkauf über den Nominalwert hinaus erzielte Verkaufserlös stellt in diesem Fall steuerfreien Kapitalgewinn dar. Ganz anders sieht die Behandlung aus, wenn die Gesellschaft ihre zurückgekauften eigenen Aktien nicht innerhalb der Zweijahresfrist wieder veräussert: Der Rückkauf wird als Teilliquidation der Gesellschaft betrachtet. Ebenso stellt der Rückkauf eigener Aktien im Hinblick auf eine Kapitalherabsetzung immer eine Teilliquidation dar. Beim privaten Aktionär stellt in solchen Fällen die Differenz zwischen Nennwert und Erlös steuerbaren Vermögensertrag dar.

Das beiliegende Kreisschreiben hat sowohl für die direkte Bundessteuer als auch für die Staatssteuer Gültigkeit.

Der Steuerverwalter Salzgeber, BP/Za

Beilage [PDF]


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