Arbeitszimmerabzug bei Ledigen

Kurzmitteilung Nr. 70, 10. November 1981

(Weisung)
An die Einschätzungsbeamten der Gemeinden und der kantonalen Steuerverwaltung

Da ein kürzlicher Entscheid der Steuerrekurskommission (Nr.56/81 vom 26. Juni 1981) in dieser Materie zu Missverständnissen geführt hat, möchten wir folgendes klar stellen: Sowohl bei verheirateten wie auch bei ledigen Steuerpflichtigen müssen für einen Arbeitszimmerabzug die folgenden drei Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein:

1.  Ein wesentlicher Teil der Erwerbstätigkeit muss ausserhalb des Arbeitsortes erledigt werden.

2.  Der Steuerpflichtige muss auf einen ruhigen und abgeschirmten, spezifisch eingerichteten Arbeitsplatz angewiesen sein.

3.  Ein besonderer Arbeitsplatz, der vorwiegend den Charakter eines Arbeitszimmers haben muss, muss auch tatsächlich ausgeschieden sein.

Wie der Kurz-Mitteilung Nr. 58 zu entnehmen ist, erfüllen Ledige die Voraussetzung gemäss Ziffer 2 wesentlich seltener als Verheiratete, nämlich grundsätzlich nur in den folgenden beiden Fällen:

-    wenn der betreffende ledige Pflichtige mit einer weiteren Person im gleichen Haushalt zusammenlebt,

-    wenn für die Arbeit zu Hause Einrichtungsgegenstände benötigt werden, die die Wohnlichkeit entscheidend stören, wie dies z.B. bei einem zu Hause arbeitenden technischen Zeichner zutreffen kann.

Die beiden übrigen Voraussetzungen (gemäss Ziffer 1 und 3) werden hingegen durch Ledige ebenso leicht erfüllt wie durch Verheiratete.

Der Steuerverwalter: Salzgeber

10.11.81


Back to Top