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Webartikel vom 26.03.2020, Arbeitsmarkt 2019

Arbeitslosigkeit 2019 weiter gesunken

Die Arbeitslosenquote ist 2019 im Baselbiet weiter gesunken und lag durchschnittlich bei 1,9%. Damit war sie so tief wie schon seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig werden im Kanton immer mehr ausländische Grenzgänger/innen beschäftigt.

2019 waren im Baselbiet durchschnittlich 2'777 Personen in einem der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet. Das sind 17% weniger als 2018. Damit hielt der bereits im Vorjahr beobachtete deutliche Rückgang der Arbeitslosenzahlen weiter an. Entsprechend ist auch die Arbeitslosenquote über die letzten Jahre stark gesunken von durchschnittlich 3,0% im Jahr 2016 auf noch 1,9% im vergangenen Jahr. Auf diesem Niveau lag die Arbeitslosenquote zuletzt im Jahr 2002.

Auch in der Gesamtschweiz hat sich 2019 die Arbeitslosigkeit deutlich verringert. Der Rückgang fiel dabei etwas geringer aus als im Baselbiet. Zwischen 2016 und 2019 ist die schweizerische Arbeitslosenquote von 3,3% auf 2,3% gesunken. Damit verharrt die Quote im Baselbiet weiterhin unterhalb des schweizweiten Niveaus.

Ausländer/innen stärker von Arbeitslosigkeit betroffen

Ausländische Personen sind deutlich stärker von der Arbeitslosigkeit betroffen. Von den im Jahr 2019 registrierten Arbeitslosen waren 44% ausländischer Nationalität. Das sind überdurchschnittlich viele gemessen an deren Anteil an der Erwerbsbevölkerung von 24%. Entsprechend fällt die Arbeitslosenquote bei den Ausländer/innen mit 3,3% mehr als doppelt so hoch aus als bei den Schweizer/innen (1,4%).

Der Verlauf der Arbeitslosenquote über mehrere Jahre zeigt zudem, dass die Schwankungen bei den ausländischen Personen ausgeprägter ausfallen, da sie häufiger von konjunkturellen Entwicklungen betroffen sind als Personen mit Schweizer Staatsbürgerschaft. Zudem wird deutlich, dass die im Vergleich zur Schweiz insgesamt tiefe Baselbieter Quote in erster Linie auf der tieferen Arbeitslosenquote der ausländischen Wohnbevölkerung beruht.

Ein Viertel mehr Grenzgänger/innen innert zehn Jahren

Ende 2019 waren im Baselbiet rund 22'300 ausländische Grenzgänger/innen tätig. Das sind 3,4% mehr als ein Jahr davor. Damit blieb die Zunahme seit 2009 ungebrochen. Über die vergangenen zehn Jahre hat sich die Zahl der Grenzgänger/innen im Baselbiet um einen Viertel erhöht. In der Gesamtschweiz fiel die Zunahme 2019 mit 4,8% noch deutlicher aus, nachdem 2018 zum ersten Mal seit der Jahrtausendwende ein leichter Rückgang verzeichnet wurde.

Geografisch bedingt wohnen die im Baselbiet tätigen Grenzgänger/innen fast ausschliesslich in Frankreich (56%) oder Deutschland (42%). Vor 15 Jahren waren die Anteile mit 70% (Frankreich) bzw. 30% (Deutschland) anders verteilt. Seither hat sich die Zahl der in Deutschland wohnhaften Grenzgänger/innen stetig und fast ausnahmslos stärker erhöht als die Zahl der Grenzgänger/innen mit französischem Wohnsitz.

Immer mehr ältere Grenzgänger/innen

Die Hälfte der im Baselbiet beschäftigten Grenzgänger/innen war Ende 2019 zwischen 30 und 49 Jahre alt. Der Anteil der jüngeren Grenzgänger/innen unter 30 Jahren betrug 12%. Die 50-Jährigen und Älteren machten die restlichen 38% aus. Während der Anteil der unter 30-Jährigen in den letzten 20 Jahren stabil blieb, gibt es immer mehr ältere Grenzgänger/innen. Im Jahr 2000 waren lediglich 16% 50-jährig oder älter. Seither hat sich deren Anteil kontinuierlich auf 38% erhöht und damit mehr als verdoppelt.

Diese zunehmende Alterung widerspiegelt tendenziell die demografische Entwicklung. Entsprechend ist auch insgesamt bei Betrachtung aller in der Schweiz tätigen Grenzgänger/innen eine Altersverschiebung zu beobachten. Allerdings ist 2019 der gesamtschweizerische Anteil der 50 Jahre und älteren Grenzgänger/innen mit 27% deutlich geringer als im Baselbiet (38%) und der Anteil der unter 30-Jährigen mit 16% wiederum höher (BL: 12%).

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