Webartikel vom 28.06.2023, Bildungsabschlüsse 2022

1'368 Maturitäten an Baselbieter Schulen 2022

Im Jahr 2022 haben an Baselbieter Schulen 1'368 Personen ein Maturitätszeugnis erhalten. Es gibt im Kanton drei Möglichkeiten, eine Maturität zu erlangen und damit Zugang zu einer Hochschule zu erhalten: Die gymnasiale Maturität, die Fachmaturität und die Berufsmaturität.

Mit 691 Abschlüssen machen die gymnasialen Maturitäten die Hälfte der insgesamt 1'368 Maturitäten aus. Daneben wurden 2022 431 Berufsmaturitäten und 246 Fachmaturitäten verliehen. 766 Maturitäten (56%) gingen an Frauen, 602 (44%) an Männer. Bei den Fachmaturitäten wurden 76% der Abschlüsse von Frauen gemacht, bei den gymnasialen Maturitäten lag der Frauenanteil bei 56%. Einzig die Berufsmaturitäten gingen mit einem Anteil von 56% häufiger an Männer als an Frauen.

255 respektive 19% der Abschlüsse gingen an Personen, die nicht im Baselbiet wohnhaft sind. Bei den Fachmaturitäten und gymnasialen Maturitäten sind das in erster Linie Personen aus den Kantonen Solothurn und Aargau, bei den Berufsmaturitäten, wo der Anteil mit 26% besonders hoch ist, fallen zusätzlich auch Einwohner/innen von Basel-Stadt ins Gewicht.

Pädagogik beliebtestes Berufsfeld an Baselbieter Fachmaturitätsschulen

Für eine Fachmaturität kann im Baselbiet aus vier verschiedenen Berufsfeldern ausgewählt werden. Das beliebteste Berufsfeld ist die Pädagogik – zwei von fünf Abschlüssen entfallen darauf. Im Jahr 2022 wurden knapp 100 pädagogische Fachmaturitäten gezählt. Mit total 73 Abschlüssen war Gesundheit das zweitbeliebteste Berufsfeld. Im Schnitt waren die Personen, welche 2022 einen Fachmaturitätsabschluss geschafft haben, Mitte des Jahres 20,4 Jahre alt.

Frauen wählen am häufigsten eine moderne Sprache

Das beliebteste Schwerpunktfach an Baselbieter Gymnasien ist Wirtschaft und Recht. Bei den Männern kommt es an erster Stelle, bei den Frauen an dritter Stelle. Am häufigsten wählen die Frauen eine moderne Sprache (Italienisch, Russisch oder Spanisch) als Schwerpunkt, gefolgt von Biologie/Chemie.

Das Verhältnis der Geschlechter bei gymnasialen Maturitäten ist seit Jahren konstant. Die Anteile unterscheiden sich in den einzelnen Schwerpunkten teilweise beträchtlich: Sie reichen von 89% Frauen beim bildnerischen Gestalten bis zu 71% Männer in Physik und Anwendungen der Mathematik.

Das Durchschnittsalter bei den Absolventinnen und Absolventen der gymnasialen Maturität lag 2022 bei 19,9 Jahren, also rund ein halbes Jahr tiefer als bei den Fachmaturen.

Viele Berufsmaturitäten an der Wirtschaftsmittelschule

Verschiedene Wege führen zur Berufsmaturität: Sie kann als BM 1 lehrbegleitend oder als BM 2 im Anschluss an die Lehre in einem Jahr als Vollzeitschule oder in zwei Jahren berufsbegleitend absolviert werden. 255 oder 59% der Berufsmaturitäten wurden lehrbegleitend erworben, 176 respektive 41% nach der Lehre.

Die häufigste Richtung bei den Berufsmaturitäten ist Wirtschaft und Dienstleistungen. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass die vierjährige Wirtschaftsmittelschule immer mit einer Berufsmatur endet. Über 80% der Abschlüsse in dieser Richtung sind darauf zurückzuführen. In den beiden Richtungen Technik, Architektur und Life Sciences sowie Gesundheit und Soziales gibt es ungefähr gleich viele Abschlüsse. Auffällig ist auch hier die ungleiche Verteilung der Geschlechter: Die Frauen machen in der Richtung Gesundheit und Soziales 75% aus, in Technik, Architektur und Life Sciences dagegen nur 18%.

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