Webartikel vom 28.04.2021, Schulpersonal 2020

Anteil der Frauen in den Schulleitungen kleiner als in der Lehrerschaft

Im Jahr 2020 unterrichteten an öffentlichen Baselbieter Schulen rund 4’900 Lehrpersonen in gut 3’200 Vollzeitäquivalenten. Der Anteil der Frauen bei den Lehrpersonen beträgt 72%, beim Schulleitungspersonal 56%.

An den Schulen des Kantons und der Gemeinden arbeiten rund 4’900 Lehrpersonen in gut 3’200 Vollzeitäquivalenten. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Lehrpersonen um 3,5%, die der Vollzeitäquivalente um 2,7% gestiegen. Der Trend der letzten Jahre hat sich damit fortgesetzt. Der durchschnittliche Beschäftigungsgrad beträgt 66%. Mit 61% ist er bei den Berufsfachschulen (inklusive höhere Berufsbildung) am tiefsten, auf der Sekundarstufe I mit 68% am höchsten.

Die Primarstufe umfasst acht Schuljahre und ist damit deutlich länger als die Sekundarstufen I und II. Entsprechend hat sie auch bei den Lehrpersonen das grösste Gewicht: 59% der Lehrpersonen arbeiten auf der Primarstufe.

Männer arbeiten häufiger in Vollzeitpensen
Drei Viertel aller Lehrpersonen an öffentlichen Baselbieter Schulen arbeiten in einem Teilzeitpensum. Das Bild ist auf allen Schulstufen ähnlich: Die Anteile der Lehrpersonen, die in einem Teilzeitpensum unterrichten, liegen zwischen 69% auf der Sekundarstufe I und 75% bei den allgemeinbildenden Schulen auf der Sekundarstufe II. Kleine Pensen unter 50% sind bei den Primarschulen und besonders an den Berufsfachschulen etwas häufiger.

Deutliche Unterschiede ergeben sich jedoch nach Geschlecht: Männer arbeiten mit einem Anteil von 44% mehr als doppelt so häufig in Vollzeitpensen wie Frauen, wo der Anteil 21% beträgt. Besonders frappant sind die Unterschiede bei den allgemeinbildenden Schulen auf der Sekundarstufe II: Hier arbeiten nur gerade 10% der Frauen Vollzeit, während es bei den Männern 39% sind.

Frauen in Schulleitungen untervertreten
Insgesamt waren im Jahr 2020 72% der Lehrpersonen weiblich. Je höher die Schulstufe, desto höher ist der Männeranteil unter den Lehrpersonen. Auf der Primarstufe beträgt der Männeranteil nur 13%, bei den Berufsfachschulen 62%. Auf der Sekundarstufe I sind die Frauen mit einem Anteil von 58% in der Mehrheit. Einzig bei den allgemeinbildenden Schulen der Sekundarstufe II sind die Geschlechterverhältnisse einigermassen ausgeglichen, zumindest, wenn man die Personen betrachtet. Bei den Vollzeitäquivalenten haben die Frauen einen Anteil von 41%.

Die Geschlechterverhältnisse der Schulleitungsmitglieder folgen einem ähnlichen Muster wie die der Lehrpersonen, jedoch fällt auf, dass der Anteil der Frauen bei den Schulleitungsmitgliedern auf allen Stufen tiefer ist als bei den Lehrpersonen. Bei den Schulleitungsmitgliedern sind die Frauen mit einem Anteil von 72% nur auf der Primarstufe in der Mehrheit. Auf der Primarstufe ist auch die Untervertretung der Frauen in den Schulleitungen vergleichsweise klein. Auf den übrigen Schulstufen ist der Anteil der Frauen bei den Lehrpersonen in etwa doppelt so hoch wie beim Schulleitungspersonal. Jedoch sind wegen dem hohen Gewicht der Primarstufe die Frauen mit einem Anteil von 56% auch insgesamt bei den Schulleitungsmitgliedern in der Mehrheit.

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