Webartikel vom 22.09.2021, Hochschulstudierende 2020

Neue Höchstzahl an Studierenden im Jahr 2020

Noch nie haben so viele Baselbieterinnen und Baselbieter ein Studium an einer Schweizer Hochschule begonnen wie im Jahr 2020. In der Folge ist auch die Gesamtzahl der Studierenden auf einen neuen Höchststand gestiegen: Insgesamt waren im Jahr 2020 7’790 Studierende aus dem Baselbiet an einer Hochschule eingeschrieben, fast 5% mehr als im Vorjahr.

Der Anstieg der Studierenden folgt einem seit den 1990er-Jahren anhaltenden Trend, der nur 2018 vom Effekt der Verlängerung des Baselbieter Gymnasiums von 3,5 auf 4 Jahre kurz unterbrochen wurde. Von den 7’790 Baselbieter Studierenden im Jahr 2020 waren 3'544 an einer Fachhochschule (inklusive den pädagogischen Hochschulen) und 4'246 an einer universitären Hochschule (Universitäten sowie die eidgenössischen technischen Hochschulen in Zürich und Lausanne) eingeschrieben.

Sowohl an den Fachhochschulen wie auch an den universitären Hochschulen sind unter den Baselbieter Studierenden die Frauen mit einem Anteil von 52% knapp in der Mehrheit. Die Geschlechterverhältnisse weisen keinen sichtbaren Trend auf und sind seit Jahren stabil.

Noch nie so viele Studienanfänger/innen wie 2020
Im Jahr 2020 haben an den Fachhochschulen 797 Baselbieterinnen und Baselbieter ein Bachelor- oder Diplomstudium begonnen. An den universitären Hochschulen haben sich 675 Personen aus dem Baselbiet neu für ein Bachelorstudium eingeschrieben. Insgesamt ergibt das 1'472 Studienanfänger/innen, 9% mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zu den Vorjahren gibt es vor allem an den Unis relativ viele Personen, die im gleichen Jahr, in dem sie die Maturität gemacht haben, ihr Studium begonnen haben. Ein möglicher Grund für die Zunahme könnte also sein, dass aufgrund der Corona-Pandemie ein Teil der Maturanden und Maturandinnen auf ein Zwischenjahr verzichtet und direkt ein Studium begonnen hat.

Die Zahl der Studienanfänger/innen ist bei den Fachhochschulen schon seit 2005 grösser als bei den universitären Hochschulen. Dass es schlussendlich trotzdem mehr Studierende an Unis gibt, ist wohl in erster Linie auf den Umstand zurückzuführen, dass ein Fachhochschul-Studium meist mit dem Bachelor endet und deshalb die Verweildauer kleiner ist als im Uni-Studium, das meist erst mit dem Master und teilweise gar erst mit dem Doktorat endet.

Fachbereich Gesundheit mit Frauenanteil von 85%
Unter den Baselbieter Fachhochschul-Studierenden sind Wirtschaft und Dienstleistungen sowie die Lehrkräfteausbildung mit Abstand am beliebtesten – mehr als die Hälfte der Baselbieter Studierenden sind in einem dieser beiden Fachbereiche zu finden. Die Unterschiede bei den Geschlechterverhältnissen sind aber teilweise beträchtlich. So ist bei den Männern das zweitbeliebteste Studienfach nach Wirtschaft und Dienstleistungen Technik und IT, wo der Männeranteil 90% beträgt. Der höchste Frauenanteil findet sich mit 85% im Fachbereich Gesundheit.

Geistes- und Sozialwissenschaften grösster Fachbereich an Unis
An den universitären Hochschulen sind die Fachbereiche Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Medizin und Pharmazie insgesamt am beliebtesten und werden von den Baselbieterinnen am häufigsten gewählt. Die Baselbieter entscheiden sich am häufigsten für ein Studium der Wirtschaftswissenschaften oder für den Fachbereich «Exakte und Naturwissenschaften». Auch an den Unis gibt es also eine gewisse Spannweite bei den Geschlechterverhältnissen. Den tiefsten Frauenanteil hat mit 31% das Studienfach Wirtschaftswissenschaften, der tiefste Männeranteil findet sich mit 33% bei den Geistes- und Sozialwissenschaften.

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Methodische Hinweise:
Massgebend beim Wohnort ist der Wohnort vor dem Studienbeginn zum Zeitpunkt des Erwerbs des Studienberechtigungsausweises.
Zu den universitären Hochschulen zählen die Schweizer Universitäten sowie die eidgenössischen technischen Hochschulen in Zürich und Lausanne. Zu den Fachhochschulen zählen ebenfalls die pädagogischen Hochschulen.

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