Webartikel vom 14.07.2022, Statistik der Lernenden 2021

Erstmals seit 2004 wieder über 33'000 Schüler/innen in obligatorischen Baselbieter Schulen

Im Jahr 2021 besuchten im Baselbiet 33'002 Schülerinnen und Schüler die obligatorische Schule vom Kindergarten bis und mit Sekundarstufe I, 11'322 besuchten die Sekundarstufe II. Bezüglich der Verteilung in die verschiedenen Schultypen gibt es demografische und geografische Unterschiede.

Im Jahr 2021 besuchten im Baselbiet 33’002 Kinder und Jugendliche eine obligatorische Schule. Mit einer Zunahme von gut einem Prozent gegenüber dem Vorjahr sind das zum ersten Mal seit 2004 wieder über 33’000 Schüler/innen. Nach den Höchstständen in den frühen Nullerjahren ist die Zahl zuerst gesunken, ab 2011 aber wieder stetig gestiegen.

Rund 5’600 Personen besuchen im Baselbiet den Kindergarten, knapp 18’000 sind in der Primarschule und weitere rund 9’400 absolvieren die Sekundarschule. Der überwiegende Teil der Schüler/innen besucht die öffentliche Schule.

Knabenanteil von 63% in Sonderklassen
Die Abbildung 2 zeigt die Primarstufe, welche mit dem Kindergarten und der Primarschule die ersten acht Schuljahre umfasst, eingeteilt in vier Schultypen: Die Regelklassen an öffentlichen Schulen, die Sonderklassen (Kleinklassen, Einführungsklassen und Integrationsklassen für Fremdsprachige) an öffentlichen Schulen sowie die separativen Sonder- und Heimschulen und die Privatschulen.

In der Primarstufe insgesamt haben die Mädchen einen Anteil von 48%, die Ausländerinnen und Ausländer machen 29% aus. Die mengenmässig dominierenden Regelklassen an öffentlichen Schulen sind relativ nahe am Gesamtschnitt: Der Mädchenanteil beträgt 49%, der Anteil an Ausländerinnen und Ausländern 26%. Die Zusammensetzung der anderen Schultypen weicht deutlich von der Verteilung in den Regelklassen ab. In den Sonderklassen und –schulen ist der Anteil der Knaben deutlich höher: In den Sonderklassen liegt er bei 63%, in den Sonderschulen gar bei 70%. Der Anteil von Ausländerinnen und Ausländern ist in den Sonderklassen und –schulen ebenfalls höher, ausserdem auch an den Privatschulen.

Mädchen im Niveau A in der Minderheit
Auf der Sekundarstufe I, welche die letzten drei der elf obligatorischen Schuljahre umfasst, zeigt sich: Je höher das Sek-Niveau, desto höher ist der Mädchenanteil sowie der Anteil von Schweizerinnen und Schweizern. Besonders stark ist der Effekt bei den Knaben ohne Schweizer Staatsangehörigkeit: Ihr Anteil ist in den Sonderklassen der Sek mehr als fünf Mal so hoch wie im Niveau P. Die Mädchen sind im Niveau A mit einem Anteil von 43% in der Minderheit, im Niveau P mit 54% in der Mehrheit.

Bezirk Arlesheim mit kleinstem Anteil im Sek-Niveau A
Auch in geografischer Hinsicht zeigen sich auf der Sekundarstufe I Unterschiede. In Abbildung 4 ist zu sehen, wie sich die im Baselbiet wohnhaften Schülerinnen und Schüler an den öffentlichen Sekundarschulen auf die Sek-Niveaus verteilen, dargestellt nach Wohnbezirk.

Insgesamt liegen die Niveaus E und P mit Anteilen von 37% und 36% fast gleichauf. Weitere 24% der Baselbieter/innen besuchen das Niveau A, knapp 4% eine Sonderklasse.

Am kleinsten ist die regionale Spannweite beim Niveau E: Die Anteile liegen zwischen 36% (Bezirk Liestal) und 39% (Bezirk Waldenburg). Der Bezirk Arlesheim weist den höchsten Anteil des Niveau P und den tiefsten Anteil des Niveau A im Kanton aus. Im Bezirk Waldenburg ist das genau umgekehrt.

Männer eher in Berufsbildung, Frauen in Allgemeinbildung
Auf der Sekundarstufe II werden die Bildungswege vielfältiger. Der Grossteil der Ausbildungen wird an den Gymnasien (inklusive Fachmittelschulen) sowie an den Berufsfachschulen absolviert. Daneben gibt es Angebote von Privatschulen. Insgesamt besuchten im Jahr 2021 11'322 Personen eine Ausbildung auf der Sekundarstufe II an einer Baselbieter Schule.

Frauen entscheiden sich eher für allgemeinbildende Ausbildungen: An den Fachmittel- und Fachmaturitätsschulen haben sie einen Anteil von 73%, im Gymnasium einen Anteil von 58%. Die Männer entscheiden sich häufiger für die Berufsbildung: Bei den dualen Ausbildungen mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis beträgt ihr Anteil 65%, an der Wirtschaftsmittelschule 68%.

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