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Webartikel vom 11.09.2019, Hochschulstudierende 2018

Verlängerung des Gymnasiums führt vermehrt zu verzögerten Eintritten in die Hochschulen

Die Schweizer Hochschulen zählten 2018 insgesamt 7‘252 Baselbieter Studierende: 3‘956 an universitären Hochschulen, 3‘296 an Fachhochschulen. Damit ist die Studierendenzahl erstmals seit über zwanzig Jahren rückläufig. Der Effekt dürfte auf vermehrt verzögerte Eintritte aufgrund der Verlängerung des Gymnasiums zurückzuführen sein.

Im Jahr 2018 waren 7‘252 Baselbieter Studierende an einer Schweizer Hochschule eingeschrieben. Erstmals seit 1995 nimmt die Zahl der Studierenden gegenüber dem Vorjahr ab. Der Rückgang an den universitären Hochschulen um 151 Studierende respektive 3,7% ist wohl in erster Linie auf die Verlängerung des Gymnasiums von dreieinhalb auf vier Jahre zurückzuführen. Da früher die Maturitätsprüfungen im Dezember stattfanden, war der Eintritt in die Hochschulen erst neun Monate später im September des Folgejahrs möglich. Neu finden die Maturitätsprüfungen auch im Baselbiet im Juni statt, was einen Hochschuleintritt schon knapp drei Monate später ermöglicht. Offenbar haben sich aber gegenüber den Vorjahren weniger Gymnasiastinnen und Gymnasiasten zu einem Hochschuleintritt zum frühestmöglichen Zeitpunkt entschieden. Ein Teil der verzögerten Eintritte könnte auf den Militär- und Zivildienst zurückzuführen sein. Der Männeranteil unter den Personen, die direkt ihr Hochschulstudium begonnen haben, ist jedenfalls deutlich tiefer als in den Vorjahren. Letztlich sind damit 2018 weniger Studierende neu in ein Hochschulstudium eingetreten als in den Vorjahren. Es ist zu erwarten, dass diese Personen ihr Studium im Jahr 2019 beginnen und sich die Studierendenzahlen wieder normalisieren.

Die Zahl der Fachhochschulstudierenden ist weiterhin zunehmend. Die Studierendenzahlen der Fachhochschulen und der universitären Hochschulen nähern sich deshalb weiter an (siehe Abbildung 1). Der Anstieg der Fachhochschulstudierenden in früheren Jahren hängt unter anderem mit der schrittweisen Eingliederung verschiedener Institute und Studiengänge in die Fachhochschulen zusammen. Beide Hochschultypen haben mit einem Frauenanteil von 51% ausgeglichene und seit Jahren relativ stabile Geschlechterverhältnisse.

Mehr als die Hälfte der Fachhochschulstudierenden in zwei Studienrichtungen
Weiterhin sind Wirtschaft und Dienstleistungen sowie die Lehrkräfteausbildung die beiden beliebtesten Studienrichtungen der Baselbieter Fachhochschulstudierenden. Mehr als die Hälfte aller Studierenden findet sich dort. Während insgesamt die Geschlechterverhältnisse ausgeglichen sind, gibt es grosse Unterschiede zwischen den Studienrichtungen. Im Bereich Technik und IT beträgt der Frauenanteil tiefe 9%, im Bereich Gesundheit sind hingegen die Männer mit 16% untervertreten.

Geistes- und Sozialwissenschaften bei Frauen, Wirtschaftswissenschaften bei Männern beliebt
An den universitären Hochschulen verteilen sich die Studierenden etwas besser auf die verschiedenen Studienrichtungen als an den Fachhochschulen. Die Baselbieter Studierenden entschieden sich am häufigsten für ein Studium in den Bereichen Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Medizin und Pharmazie. 44% aller Studierenden finden sich dort. Auch die Geschlechterverhältnisse in den einzelnen Richtungen sind etwas ausgeglichener, obwohl es auch hier Unterschiede gibt: Die Geistes- und Sozialwissenschaften haben mit 33% den tiefsten Männeranteil aller Studienrichtungen, die Wirtschaftswissenschaften mit 28% den tiefsten Frauenanteil.

Drei Viertel der Masterabschlüsse an Unis
1'003 Baselbieterinnen und Baselbieter haben 2018 einen Bachelor-Abschluss gemacht. 515 davon wurden von Fachhochschulen vergeben, 488 von universitären Hochschulen. Master-Abschlüsse werden weiterhin mehrheitlich von universitären Hochschulen vergeben. Drei Viertel der insgesamt 499 Master-Abschlüsse 2018 wurden dort erlangt.

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Methodische Hinweise:

Massgebend beim Wohnort ist der Wohnort vor dem Studienbeginn zum Zeitpunkt des Erwerbs des Studienberechtigungsausweises.
Zu den universitären Hochschulen zählen die Schweizer Universitäten sowie die eidgenössischen technischen Hochschulen in Zürich und Lausanne. Zu den Fachhochschulen zählen ebenfalls die pädagogischen Hochschulen.

Weitere Informationen.

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Grafiken

Kontakt

Tobias Wiederkehr
Bildung
T 061 552 90 31

Statistisches Amt des
Kantons Basel-Landschaft
Rheinstrasse 42
CH-4410 Liestal
www.statistik.bl.ch

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