Navigieren auf baselland.ch

Benutzerspezifische Werkzeuge

Inhalts Navigation

Webartikel vom 01.07.2020, Lernende 2019

Rückläufige Tendenz beim Anteil verzögerter Bildungslaufbahnen

Im Jahr 2019 besuchten im Baselbiet 32'339 Lernende eine Schule der obligatorischen Stufe, gut 1% mehr als im Vorjahr. Eine Schule der Sekundarstufe II besuchten 11'328 Lernende. Der Anteil der verzögerten Bildungslaufbahnen war in den letzten Jahren tendenziell rückläufig.

Die obligatorische Schulzeit wird zur überwiegenden Mehrheit in einer Regelklasse einer öffentlichen Schule absolviert – das gilt für fast 90% aller Lernenden. 2019 besuchten ausserdem 3,4% der Lernenden eine Sonderklasse an einer öffentlichen Schule (Klein- und Einführungsklassen sowie Integrationsklassen für Fremdsprachige). 6,1% der Lernenden im Baselbiet besuchten eine Privatschule, 1,9% eine Sonderschule.

Tiefer Mädchenanteil in Sonderklassen

Insgesamt beträgt der Anteil der Ausländer/innen an den Lernenden der Primarstufe 28%. In Privatschulen und in den Sonderklassen an öffentlichen Schulen haben rund die Hälfte der Lernenden keinen Schweizer Pass. Aber auch an Sonderschulen sind die Ausländerinnen und Ausländer mit einem Anteil von 39% übervertreten.

Dem natürlichen Geburtenverhältnis folgend, haben die Mädchen einen Anteil von 48,4% der Lernenden auf der Primarstufe. In den sonderpädagogischen Gefässen sind die Mädchen untervertreten: Sie machen an den Sonderklassen 39% aus, an den Sonderschulen mit 32% nur knapp einen Drittel.

Die beiden Effekte nach Geschlecht und Nationalität überlagern sich. Letztlich ist beispielsweise die Wahrscheinlichkeit, eine Sonderklasse zu besuchen, für einen ausländischen Knaben mehr als vier Mal höher als für ein Schweizer Mädchen.

Ausländer/innen im Niveau P untervertreten
Die auf der Primarstufe zu beobachtenden Effekte führen sich auch auf der Sekundarstufe I fort. Wie auf der Primarstufe beträgt der Anteil der Ausländer/innen an den Lernenden der Sekundarstufe I 28%. Sie sind in den Sonderklassen (Anteil Ausländer/innen 68%), den Sonderschulen (34%), den Privatschulen (57%) sowie im Niveau A (allgemeine Anforderungen) (39%) übervertreten. Im Niveau A beträgt der Ausländeranteil sogar das Zweieinhalbfache des Niveau P (progymnasiale Anforderungen).

Je tiefer das Niveau, desto höher ist der Männeranteil. In den Sonderklassen sowie im Niveau A (allgemeine Anforderungen) sind die Männer mit 65% respektive 58% in der Mehrheit. Im Niveau E (erweiterte Anforderungen) sind die Geschlechterverhältnisse mit einem Männeranteil von 51% ausgeglichen. Im Niveau P (progymnasiale Anforderungen) sind die Männer mit 44% untervertreten.

In den letzten Jahren rückläufige Tendenz beim Anteil verzögerter Bildungslaufbahnen
In Abbildung 4 wird das Alter der Lernenden im letzten obligatorischen Schuljahr in öffentlichen Baselbieter Schulen mit ihrer Schulstufe verglichen. Dabei wird ein Regelverlauf angenommen, also die reguläre Dauer einer schulischen Karriere mit Einschulung im gesetzlich vorgesehenen Alter, ohne Repetitionen, Überspringen oder den Besuch einer Einführungsklasse.

Seit dem Jahrtausendwechsel hat der Anteil der Lernenden, die bis zum Ende ihrer obligatorischen Schulzeit gegenüber dem Regelverlauf ein Jahr verloren haben, tendenziell abgenommen. Nachdem der Wert lange über 40% lag, begann er in den letzten zehn Jahren zu sinken, und ist in den letzten beiden Jahren sogar unter 30% gefallen. Der bisher tiefste Wert wurde im Jahr 2018 verzeichnet – der Abschluss-Jahrgang, der als erster die Sekundarschule in drei Jahren durchlaufen hat.

Berufslehren und Gymnasium mengenmässig dominierend
Mit dem Übertritt in die Sekundarstufe II werden die Bildungswege vielfältiger. Grob lässt sich das Bildungsangebot in zwei Bereiche aufteilen: Die allgemeinbildenden Schulen (Fachmittelschule, Fachmaturitätsschule und Gymnasium), sowie die berufliche Grundbildung mit den dualen Berufslehren und den Wirtschaftsmittelschulen. Mengenmässig die wichtigsten Angebote sind das Gymnasium sowie die klassischen, drei- bis vierjährigen dualen Berufslehren, die zusammen zwei Drittel der Lernenden an Baselbieter Schulen der Sekundarstufe II auf sich vereinigen.

Die Männer stellen in der beruflichen Grundbildung mit einem Anteil von 64% die Mehrheit. Die Frauen entscheiden sich eher für allgemeinbildende Ausbildungen. In den Fachmittel- und Fachmaturitätsschulen haben sie einen Anteil von 76%, am Gymnasium von 57%.

Weitere Informationen.

Links

Tabellen
Grafiken

Kontakt

Tobias Wiederkehr
Bildung
T 061 552 90 31

Statistisches Amt des
Kantons Basel-Landschaft
Rheinstrasse 42
CH-4410 Liestal
www.statistik.bl.ch

Fusszeile