Fokus Schutzsuchende 14.07.2022, Stand Juni 2022

Monatliches Monitoring der Schutzsuchenden

In Folge des Kriegs in der Ukraine verzeichnete der Kanton Basel-Landschaft in den ersten Monaten 2022 einen Zustrom an schutzsuchenden Personen. Die Daten zu den Personen mit Status S werden vom Staatssekretariat für Migration (SEM) regelmässig publiziert und an dieser Stelle für den Kanton BL monatlich zusammengefasst.

Gemäss den Meldungen des SEM, der für die Ausländerbewilligungen zuständigen Behörde, wurden bis Ende Juni 2022 insgesamt 2’066 Schutzgewährungen für Personen im Kanton BL erteilt. Nur wenige Gesuche werden abgelehnt oder beispielsweise aufgrund von Abreise oder fehlender Auffindbarkeit abgeschrieben. Der anfänglich starke Anstieg an Schutzsuchenden mit über 400 Gesuchen in der zweiten Märzwoche (Kalenderwoche 11/2022) ist zwischenzeitlich abgeflacht. In den letzten beiden Juniwochen (Kalenderwochen 25/2022 und 26/2022) gingen noch je 13 bzw. 7 neue Gesuche ein.

Fast ein Drittel der Schutzsuchenden ist unter 15 Jahre alt
Rund 44% der Flüchtlinge aus der Ukraine sind unter 25 Jahre alt. Allein Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren machen 32% und damit knapp einen Drittel aller Personen mit Schutzgewährung aus. Am 30. Juni waren damit rund 650 aus der Ukraine geflüchtete Kinder mit Schutzstatuts S in der Zuständigkeit des Kantons BL. Weitere 249 Personen sind im Alter von 15 bis 24 Jahren und 1'164 sind 25-jährig oder älter. Der Frauenanteil der 25-Jährigen und älteren Schutzsuchenden beträgt 79%.

Durchschnittlich 7 Personen mit Schutzstatus S auf 1'000 Einwohner/innen
Am 30. Juni 2022 lag die Zahl der Schutzgewährungen schweizweit bei insgesamt gut 57'000 Personen (+4'852 gegenüber dem Vormonat). Gemessen an der Wohnbevölkerung entspricht dies 6,5 Schutzgewährungen auf 1'000 Einwohner/innen. Im Baselbiet liegt dieser Wert mit 7,1 leicht höher. In Basel-Stadt kommen auf 1'000 Einwohner/innen gar 8,3 Schutzgewährungen. Insgesamt sind die Flüchtlinge aus der Ukraine recht gleichmässig auf die Kantone verteilt. Nebst wenigen Ausreissern nach oben gibt es keine groben Ausreisser nach unten.